„Begriff bewusst unscharf“: Wie HateAid digitale Gewalt definiert
Drohungen, Hass und Einschüchterung gehören für viele Politiker längst zum Alltag, gerade im Netz. Viel Aufmerksamkeit bekam das Thema durch den Fall der Moderatorin Collien Fernandes, die ihrem Ex-Partner digitale Übergriffe vorwirft. Der Begriff „digitale Gewalt“ taucht dabei häufig auf, dabei fehlt nach wie vor eine klare Definition: Was ist digitale Gewalt?
Diese und weitere Fragen waren Thema bei der Vorstellung des diesjährigen Weizenbaum Reports in Berlin. Die Grundlage der jüngsten Studie ist eine repräsentative Befragung von 1740 Menschen aus dem Herbst 2025. Im Mittelpunkt stehen politische Mediennutzung, demokratische Einstellungen und gesellschaftliches Engagement unter digitalen Bedingungen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt im aktuellen Bericht auf Gewalt und Drohungen gegen Politiker und der Frage, wie diese von der Bevölkerung wahrgenommen werden.
HateAid: Digitale Gewalt ist reale Gewalt
Wenn es um digitale Gewalt geht, führt in Deutschland kaum ein Weg an HateAid vorbei – einer Organisation, die Fälle sichtbar macht und Betroffene berät, darunter namhafte Politikerinnen wie Claudia Roth oder Renate Künast.
Auf die Frage der Berliner Zeitung, wie „digitale Gewalt“ zu definieren sei, machte Ulli Grießhammer von der Organisation HateAid deutlich:........
