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Mehr Sonne für Berlin (6): Wie man kommunale Flächen nutzen kann

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11.06.2021

Berlin - Die Energiewende findet auf den Dächern statt. Deshalb werden neue Solargeneratoren im hektischen Trubel der Stadt oft übersehen. Die öffentlichen Gebäude, die sich im Eigentum oder der Verwaltung des Landes Berlin befinden, werden sukzessive mit Solargeneratoren ausgestattet. Nach Jahren des Dornröschenschlafs kam dieser Prozess 2017 in Schwung. Der Grund: Die Preise für Solartechnik sind so weit gesunken, dass der Verbrauch des sauberen Sonnenstroms in den Gebäuden viel Geld spart. Geld, das an anderer Stelle dringend benötigt wird.

Die Berliner Energieagentur und die Berliner Stadtwerke sind die Pioniere im städtischen Solargeschäft. Mittlerweile werden die Schulen systematisch auf ihre Eignung für Solaranlagen analysiert. Dabei geht es darum, ob die Dächer das Gewicht der Solarmodule halten oder eine Sanierung brauchen, bevor man die Solargeneratoren aufstellen kann.

Im November des vergangenen Jahres wurde angekündigt, in Spandau fünf neue Solaranlagen mit insgesamt rund 300 Kilowatt Solarleistung auf die Dächer von Schulen und des Ordnungsamtes zu bringen. 300 Kilowatt bedeuten rund 250 Megawattstunden. Das ist eine Menge Strom, der sauber ist und obendrein nur acht Cent pro Kilowattstunde kostet.

Die Solaranlagen bilden das erste sogenannte Bezirkspaket der Berliner Stadtwerke mit dem Havel-Bezirk. Bei diesen Paketen werden jeweils mehrere Anlagen von der Planung über den Bau bis zum späteren Betrieb gebündelt, was kostengünstig und praktisch für alle Beteiligten ist.

Zurzeit werden die Anlagen gebaut. Die größte der fünf Anlagen mit 99,7 Kilowatt bekommt die Christian-Morgenstern-Grundschule am Räcknitzer Steig. Darauf folgt das Ordnungsamt Spandau an der Galenstraße mit 70 Kilowatt. Jeweils 42,6 Kilowatt Leistung werden auf die Dächer der Grundschule am Wasserwerk an der Pionierstraße, der Lynar-Grundschule an der Lutherstraße und der Sporthalle der Schule am Staakener Kleeblatt am Brunsbütteler Damm installiert.

Die sechsteilige Serie befasst sich mit den Chancen der Photovoltaik für Berlin und die umliegende Region. Dabei geht es um konkrete Anwendung, die technischen Möglichkeiten, die Förderung und weitere praktische Fragen. Diese stellen sich nicht nur für Eigenheimbesitzer, Mieter und Vermieter, sondern auch für Unternehmer, Architekten und die Kommune.

Heiko Schwarzburger ist Maschinenbauingenieur und Chefredakteur des Fachmediums photovoltaik, dessen Redaktion in Berlin ansässig ist. Er hat im VDE Verlag unter anderem den........

© Berliner Zeitung


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