574 alte Tatra-Bahnen verschenkt und verkauft: Fehlten sie beim Eisregen-Chaos? |
Ende Januar 2026 kam der Straßenbahnverkehr in Berlin auf einem Großteil der Tram-Linien zum Erliegen. Vereiste Oberleitungen infolge von Eisregen legten den Betrieb lahm. In der Folge entbrannte eine Debatte: Hätten die älteren, vermeintlich robusteren Straßenbahnen helfen können – und wenn ja, wo sind sie geblieben?
Der fraktionslose Abgeordnete Alexander King, Vorsitzender des Bündnis Sahra Wagenknecht in Berlin, hat diese Fragen in einer schriftlichen Anfrage an den Berliner Senat gerichtet. Die Antwort der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt liegt nun vor.
Kollatz brachte die Debatte ins Rollen
King schildert den Anlass seiner Anfrage so: „Als Ende Januar wegen Eisregens der Straßenbahnverkehr zum Erliegen kam, hieß es vereinzelt, die älteren Straßenbahnen hätten hier weniger Probleme gehabt und hätten evtl. sogar zur Enteisung eingesetzt werden können – wenn sie denn noch vorrätig gewesen wären.“ Der frühere Berliner Finanzsenator Kollatz habe dann im RBB-Inforadio erklärt, man habe alle alten Bahnen weggegeben, unter anderem an die Ukraine. „Das hat mich veranlasst nachzufragen“, so King.
574 Tatra-Bahnen – eine Ära geht zu Ende
Die Antwort des Senats, die auf einer Stellungnahme der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) basiert, zeichnet ein umfassendes Bild. Demnach setzte die BVG seit 1977 insgesamt 574 Wagen der Tatra-Straßenbahnen ein. Seit den 1990er Jahren wurden die Fahrzeuge teilweise für den weiteren Betrieb modernisiert, jedoch auch zunehmend ausgemustert oder verkauft und........