4000 Tonnen kostenlose Kartoffeln zur Grünen Woche: Hier werden falsche Erwartungen geschürt |
In Berlin wird in diesen Tagen verteilt, was früher einmal fast täglich auf dem Tisch landete: Kartoffeln. Tonnenweise und gänzlich kostenlos. Die Freude über diese Aktion ist groß, zumindest bei Tafeln, Kirchengemeinden und Nachbarschaftstreffs. Doch jenseits des Stadtrands wächst das Unbehagen. In Brandenburg fragen Landwirte, was passiert, wenn eine gut gemeinte Geste zum Maßstab für einen Markt wird, der längst unter Druck steht.
Auslöser der Debatte ist eine ungewöhnliche Aktion in Berlin: Ein sächsischer Agrarbetrieb verteilt 4000 Tonnen Kartoffeln kostenlos in der Hauptstadt. Begleitet von der Berliner Morgenpost und unterstützt von der Suchmaschine Ecosia, wird das Projekt als Beitrag gegen Lebensmittelverschwendung, als Hilfe für Bedürftige und als klimafreundliche Lösung beworben.
Der Bauernbund Brandenburg spricht von einer „widerlichen PR-Aktion zur Zerstörung regionaler Märkte“ und warnt vor Marktverdrängung: Kostenlos verteilte Ware, so der Vorwurf, drücke die Preise weiter........