Nach einem herbstlichen Sommer im Juli und August, dem offiziellen Herbstbeginn vor fünf Wochen und der Zeitumstellung an diesem Wochenende scheint sich die Gemütslage vieler Berlinerinnen und Berliner im Sinkflug zu befinden. Die Tage werden immer kürzer, die Sonne geht gefühlt schon nach der Mittagspause unter, die Temperaturen wandern in den Keller und nehmen die Laune gleich mit – ein guter Anlass also, um die Wintergarderobe aus selbigem Tiefgeschoss hochzuholen und die Sommersachen einzulagern.

Zu Beginn einer neuen Jahreszeit lohnt es sich, die eigene Garderobe mal gründlich umzukrempeln und in den Schränken auszutauschen – sofern man keinen begehbaren Ankleideraum à la Carrie Bradshaw hat. Denn spätestens seitdem die ersten Adventskalender in den Supermärkten aufgetaucht sind, haben Blümchenblusen, Sommersandalen und kurze Kleider im Schrank wirklich gar nichts mehr verloren. Also: luftige Kleider raus, kuschelige Pullis rein! Das schafft Platz und erspart am Morgen das nervige Herumwühlen.

Wer keinen Dachboden oder Keller hat, kann die Sommerkleidung vielleicht unter dem Bett oder auf dem Kleiderschrank lagern. Außerdem lässt sich die Gunst der Stunde nutzen, um die eigene Garderobe ordentlich auszudünnen.

•vor 3 Std.

•vor 6 Std.

•gestern

Neben neu gewonnenem Platz im Schrank hat das Aufräumen und Ausmisten noch einen ganz anderen positiven Nebeneffekt: Ganze sechs Monate ist man vom Anblick geblümter Kleider oder gestreifter Leinenhemden befreit – so kann man sich im Frühling wieder richtig auf die Sommerkleidung freuen und sie ganz neu entdecken.

Natürlich müssen nicht alle Kleider für den Winter in entsprechende Kisten wandern. Allrounder wie Jeans, T-Shirts oder manche Pullis dürfen weiterhin – abhängig von Stoff, Schnitt und Farbe – im Schrank bleiben und getragen werden.

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Bei einer Inventur des eigenen Kleiderschranks sollte man strukturiert vorgehen: Also jedes Kleidungsstück in Marie-Kondo-artiger Manier in die Hand nehmen – von Jacken und Pullovern über Sportkleidung und Nachtwäsche bis hin zu Schuhen und Accessoires – und überlegen, ob es das für die nächsten Monate wirklich braucht. An der Stelle lohnt es sich, auch mal zu hinterfragen, wann man dieses oder jenes Teil überhaupt zuletzt getragen hat, und es im Zweifelsfall zu spenden oder online zu verkaufen. Passt es einem überhaupt noch oder hat es möglicherweise Flecken?

Aber auch die Kleidungsstücke, die für den Winterschlaf in die Kisten wandern, sollten nicht lieblos hineingestopft werden. Vor dem Einmotten sollte jedes Kleidungsstück gewaschen oder je nach Material professionell gereinigt werden. Denn gerade in Stoffen, die direkt auf der Haut getragen werden, sammeln sich Keime, die sich über das halbe Jahr vermehren können. Ein Blick auf das Etikett verrät, wie man bei der Reinigung des entsprechenden Textils vorgehen sollte, klar. Für ganz besondere Kleider empfehlen sich Vakuumbeutel: Das spart nicht nur Platz, sondern hält die Lieblingsstücke zudem sauber.

Auch beim Einlagern der Schuhe sollte man nicht achtlos vorgehen. Besonders Turnschuhe und Sneaker sollten durch Stofftaschen von ihren Nachbarn getrennt und durch Schuhspanner in Form gehalten werden – zur Not tun es hier auch Pappe oder alte Stoffe als Stopfmaterial. So beugt man rissigem Leder und Verfärbungen vor.

Wenn den Sommersachen im Kleiderschrank Platz gemacht wurde, kann die warme Kleidung ihren Platz einnehmen. Und während die flauschigen Textilien ihr neues Übergangszuhause beziehen, kann man sich gleich notieren, was noch für den Winter fehlt. Eine warme Jacke, ein Paar Handschuhe, schöne Wollsocken? Auch hier hilft eine klare Struktur und eine ehrliche Einschätzung, was wirklich gebraucht wird. So kann man in den kommenden Wochen zielgerichtet einkaufen – und unnötige Fehlkäufe werden vermieden.

QOSHE - Winterkleidung gegen Sommersachen tauschen: Tipps für die Inventur im Kleiderschrank - Enno Kramer
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Winterkleidung gegen Sommersachen tauschen: Tipps für die Inventur im Kleiderschrank

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28.10.2023

Nach einem herbstlichen Sommer im Juli und August, dem offiziellen Herbstbeginn vor fünf Wochen und der Zeitumstellung an diesem Wochenende scheint sich die Gemütslage vieler Berlinerinnen und Berliner im Sinkflug zu befinden. Die Tage werden immer kürzer, die Sonne geht gefühlt schon nach der Mittagspause unter, die Temperaturen wandern in den Keller und nehmen die Laune gleich mit – ein guter Anlass also, um die Wintergarderobe aus selbigem Tiefgeschoss hochzuholen und die Sommersachen einzulagern.

Zu Beginn einer neuen Jahreszeit lohnt es sich, die eigene Garderobe mal gründlich umzukrempeln und in den Schränken auszutauschen – sofern man keinen begehbaren Ankleideraum à la Carrie Bradshaw hat. Denn spätestens seitdem die ersten Adventskalender in den Supermärkten aufgetaucht sind, haben Blümchenblusen, Sommersandalen und kurze Kleider im Schrank wirklich gar nichts mehr verloren. Also: luftige Kleider raus, kuschelige Pullis rein! Das schafft Platz und erspart am Morgen das nervige........

© Berliner Zeitung


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