Ding Dong Ping Pong: Der Berliner Tischtennisclub, über den gerade alle sprechen |
Tischtennis wurde lange eher als Randsportart wahrgenommen. Für die einen war es der Zeitvertreib auf dem verregneten Campingplatz, für die anderen ein kurzes Spiel an den steinernen Platten in Hinterhöfen. Mittlerweile hat der Sport sein staubiges Image schneller abgeschüttelt, als ein Profi den Schläger schwingen kann.
Im Herzen des Prenzlauer Bergs gibt es einen Tischtennisclub, der es mit diesem Aufschwung sogar über die Stadt hinaus bis nach Hollywood geschafft hat: Ding Dong Ping Pong.
Der oscarnominierte Schauspieler Timothée Chalamet postete die Hallen des Clubs auf seinem Instagram-Kanal und löste damit einen regelrechten Hype aus. Dahinter steckt sein neuer Film „Marty Supreme“, der den Sport auf die Leinwand bringt und ihm eine neue Bühne gibt. Abseits der medialen Aufmerksamkeit punktet der Club bei Spielern mit einer Reihe von Angeboten, die den Sport auf ein neues Level heben.
Ding Dong? Ping Pong! – Rund um die Uhr an der Platte
Die zwei Gründer, selbst leidenschaftliche Spieler, hatten schlichtweg keine Lust mehr auf die Hürden klassischer Sportvereine. Wer in Berlin versucht, in einen etablierten Tischtennisverein einzutreten, sieht sich oft mit jahrelangen Wartelisten und festgelegten Trainingszeiten in muffigen Turnhallen konfrontiert, die jegliche Spontaneität im Keim ersticken.
Das Herzstück des Konzepts ist daher die zeitliche Freiheit: Der Club hat 24 Stunden am Tag geöffnet, an sieben Tagen die Woche. Dass ein solches Konzept in einer Stadt wie Berlin besonders gut funktioniert, liegt auf der Hand. Ob als Ausgleich nach einem langen Arbeitstag oder als Frühaufsteher vor dem ersten Espresso – die Türen stehen jederzeit offen.
Auch das Berliner Wetter spielt keine Rolle mehr. Während die Outdoor-Platten im Mauerpark bei Wind und Regen verwaisen, bleibt das Spiel hier unbeeinflusst – keine Windböe, die den Ball aus der Bahn bringt. Die Digitalisierung hat ebenfalls Einzug ins Ding Dong Ping Pong gefunden, ohne den analogen Charme des Sports zu stören. Unter jeder Platte befindet sich ein Knopf, mit dem der Punktestand mit einer einzigen Handbewegung aktualisiert wird.
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Die Markthalle Neun wird zur Tischtennis-Bühne
Die Begeisterung für den Sport macht auch vor anderen Berliner Institutionen nicht halt: Zusammen mit der Markthalle Neun in Kreuzberg entstehen regelmäßig gut besuchte Spieleabende. Zwischen Streetfood und geselligem Trubel wird Tischtennis hier Teil des Abends. Ob man nun den Schläger selbst schwingt oder lieber entspannt zuschaut, bleibt jedem selbst überlassen. Am 4. Mai geht es dort in die nächste Runde. Im Mittelpunkt steht die Freude am Ballwechsel.
Wer vor dem nächsten Match an der eigenen Technik feilen möchte, findet im Club Unterstützung. Neben der freien Spielzeit lassen sich gezielte Coachings buchen, bei denen erfahrene Spieler ihr Wissen weitergeben. Auch darüber hinaus gibt die Community vor Ort hilfreiche Tipps, um das eigene Spiel unkompliziert zu verbessern und auf ein neues Level zu bringen.
Ding Dong Ping Pong zeigt, dass Tischtennis sein verstaubtes Image endgültig hinter sich gelassen hat. Ob durch den Hollywood-Hype, die 24/7-Freiheit oder die Abende in der Markthalle Neun – der Sport ist im Berliner Lebensgefühl angekommen, zu jeder Zeit.
Markthalle Neun. Eisenbahnstraße 42/43, 10997 Berlin. Nächster Spieleabend am 4. Mai von 16 bis 22 Uhr. www.markthalleneun.de/events
Ding Dong Ping Pong. Prenzlauer Allee 38, 10405 Berlin. Rund um die Uhr geöffnet. www.dingdongpingpong.club