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Sexuelle Kriegsgewalt: „Wir könnten alle diese Frauen gewesen sein“

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22.04.2022

Berlin - Am Wirtschaftsministerium in der Scharnhorststraße (Mitte) steht am Donnerstag eine Reihe von Frauen, mit gefesselten Händen, in Weiß gekleidet. Im Gesicht, auf den Brüsten, zwischen den Beinen sind sie mit künstlichem Blut beschmiert. Die Passanten, die vorbeilaufen wollen, bleiben unwillkürlich stehen, mit offenem Mund, können den Blick kaum von der Szene abwenden. Die Frauen sind dort, um gegen die Vergewaltigung und sexuelle Gewalt gegen ukrainische Frauen durch russische Soldaten zu demonstrieren.

Ukraine-Krieg Ukrainerinnen berichten von Gewaltexzessen in besetzten Gebieten

Der russische Angriffskrieg in der Ukraine nähert sich dem Ende seines zweiten Monats – und es ist ein Krieg, der laut den Demonstranten immer noch von Deutschland mitfinanziert wird. Der Standort der Demonstration ist deshalb bewusst gewählt, um an den Vizekanzler und Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck zu appellieren, so die Organisatorin Julia Singh. Sie setze in Habeck viel Hoffnung für ein deutsches Embargo des russischen Öls und Gases.

„Er wirkt ehrlich und hat gezeigt, dass er bereit ist, die Ukraine mit Waffenlieferungen und einem schnellen Embargo zu unterstützen“, sagte Singh der Berliner Zeitung. „Aber jetzt muss er den nächsten Schritt begehen und dieses durchsetzen. Wir wollten ihm sagen und zeigen, dass er jetzt........

© Berliner Zeitung


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