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Wirbel um Kinderreporter im Wahlkampf sagt mehr über Erwachsene als über Kinder

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19.09.2021

Berlin - Kinderreporter Alexander aus Berlin und seine Eltern wollen sich auf Nachfrage nicht mehr äußern. Seit Alexander in der ZDF-Sendung „Logo!“ den AfD-Kandidaten Tino Chrupalla interviewte, ist der 13-Jährige eine kleine Berühmtheit. Im Netz wurde das Video zum Hit, in dem Chrupalla auf Nachfrage kein Lieblingsgedicht einfiel. Alexanders unschuldige Art, Widersprüche des Politikers aufzudecken, wurde vielfach gelobt.

Doch dann fielen der Öffentlichkeit andere kindliche Fragesteller auf, deren allzu erwachsene Fragen wiederum zu Fragen führten. In der ProSieben-Sendung „Late Night Berlin“ löcherten die elfjährigen Kinderreporter Romeo und Pauline den Kanzlerkandidaten Armin Lascht zur Räumung des Hambacher Forstes oder fragten, ob der CDU-Politiker Hans-Georg Maaßen ein Nazi sei. Dann behauptete die Bild-Zeitung auch noch, eine linke Aktivistin habe eine Schülerin in der ARD-„Wahlarena“ vor ihrer Frage trainiert. Die Tageszeitung Die Welt warnte schließlich vor einer „Infantilisierung des Wahlkampfs“, schrieb vom „Kreuzverhör der Kinderreporter“.

Bundestagswahl 2021Deutsches Lieblingsgedicht:........

© Berliner Zeitung


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