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„Nur noch Knochen“: Beim Hungerstreik der Klima-Aktivisten wird es immer ernster

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19.09.2021

Berlin - Die Strichliste wird länger. „Hungerstreik“ steht am Holzschild, das im Protest-Zeltlager am Reichstag steht. Darunter sind am Sonntag 20 Striche eingeritzt. Am Montag werden es 21 Tage sein, an denen Klima-Aktivisten die Nahrungsaufnahme verweigern, um die Kanzlerkandidaten Armin Laschet (CDU), Olaf Scholz (SPD) und Annalena Baerbock (Grüne) zu einem öffentlichen Gespräch über Klimaschutz zu bewegen.

Einer von ihnen ist Rumen Grabow. Bei etwa 1,86 Meter Körpergröße wiegt er nun noch 57,6 Kilo, wie er sagt, vor Beginn des Hungerns seien es 67,8 Kilo gewesen. „Meine Knochen tun extrem weh, man liegt nur noch auf Knochen“, sagt er. Deswegen läuft er lieber im Camp herum, dick eingehüllt mit Mütze, Handschuhen und Wollsocken, weil ihm auch bei etwa 15 Grad Außentemperatur kalt ist. Die Wangen wirken eingefallen bei dem 20-Jährigen aus Greifswald, der trotzdem weitermachen will.

Protestcamp in BerlinHungerstreik für das Klima: „Natürlich wollen wir nicht sterben“

Und das, obwohl die Lage im Klima-Camp ernster wird: Am Sonnabend waren zwei Hungernde, Lina Eichler und Jacob Heinze, kollabiert, wurden........

© Berliner Zeitung


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