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Schlagabtausch der Kanzlerkandidaten: Wie aggressiv wird das zweite TV-Triell?

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12.09.2021

Berlin - Zwei Wochen vor dem Ende des Bundestagswahlkampfes hat der CDU-Kanzlerkandidat endlich auch seinen großen Konkurrenten von der CSU überzeugen können. Zumindest offiziell. Der CSU-Chef und bayerische Ministerpräsident Markus Söder wurde während Laschets Rede mehrmals von der Kamera eingefangen, als er zufrieden mit dem Kopf nickte. Diese keineswegs spontane Körpersprache sollte ganz offensichtlich zeigen: Schön, dass der Armin aus dem Schlafwagen ausgestiegen ist. Mit dem hatte er ja nach CSU-Meinung zuvor ins Kanzleramt fahren wollen.

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Nun aber, nach Wochen des Absturzes in den Meinungsumfragen, hat Laschet kräftig zugelangt. Auf seiner Rede in Nürnberg lobte er die früheren CSU-Granden Franz Josef Strauß und Edmund Stoiber über die Maßen – um dann die geforderte Attacke gegen die SPD zu reiten. Ein Satz geriet dabei derart in die Diskussion, dass sich Laschet Beraterteam am Sonntag sogar um Schadensbegrenzung bemühte.

Laschet hatte gesagt: „In all den Entscheidungen der Nachkriegsgeschichte standen Sozialdemokraten immer auf der falschen Seite.“ Da sie in den vergangenen Jahren gemeinsam mit der Union in der großen Koalition auf der gleichen Seite standen, hatte das in den sozialen Medien für derart heftige Reaktionen gesorgt, dass einen Tag später prompt die Abschwächung kam. Laschets Kommunikationsberaterin........

© Berliner Zeitung


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