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Leichtbau Maier – der Volkswagen, den die Nazis nicht wollten

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24.09.2021

Berlin - Die Avus ist für viele Berliner heute nur ein banales Stück Autobahn. Für Friedrich Eugen Maier sind die acht Kilometer Asphalt in den 1930er-Jahren der Ort, an dem sich sein Traum erfüllen soll. Er ist 1930 nach Berlin gekommen, weil er glaubt, dass er hier die besten Voraussetzungen vorfindet, um seinen „Volkswagen“ zu entwickeln. Er ist erst Anfang dreißig, aber er hat schon mehr erlebt als viele, die doppelt so alt sind. 1898 in Bayern geboren war er bereits mit 19 Jahren ausgebildeter Pilot, mit 25 Ingenieur. Für die Firma Junkers geht er erst nach Kolumbien, dann nach Moskau.

Berliner GeschichteWer kennt den Autobauer Friedrich Eugen Maier?

Doch nun ist Friedrich Eugen Maier in Berlin angekommen. Die Zwanzigerjahre sind gerade vorbei, doch der Glaube an Fortschritt durch Technik ist ungebrochen. Und Maier möchte ein Teil dieses Fortschrittes sein. Er tüftelt an einem Prototypen für ein Auto, für das er allerlei technische Innovationen erfunden hat. Das Auto baut er in seiner Werkstatt selbst. Das ist nicht ungewöhnlich für diese Zeit. Das Deutschland der Tüftler und Erfinder, von dem der CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet in seinen Wahlreden immer spricht, hier ist es in vielen Werkstätten zu finden.

Maier mietet sich zunächst in den Darwin-Garagen in der Quitzowstraße in Charlottenburg ein, später zieht er in eine Werkstatt in der Sömmeringstraße. In Berlin hatte er zunächst als Betriebsleiter bei den Albatros Flugzeugwerken gearbeitet. Doch die geraten in........

© Berliner Zeitung


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