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Impf-Druck auf Kinder: Die Kritik von Eltern an Senatorin Kalayci ebbt nicht ab

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13.08.2021

Berlin - Die Kritik an Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) reißt nicht ab –ihre schriftliche Aufforderung an Schüler ab dem zwölften Lebensjahr stößt weiter Ablehnung. „Es geht mir nicht um diese Impfung“, heißt es etwa in einer Reaktion auf einen Bericht der Berliner Zeitung. „Es geht mir um die Art und Weise wie unsere Kinder ,informiert‘ werden sollen. Ein übergriffiges, mit falschen Informationen versehenes Schreiben. Welches mit Hilfe der ‚Moralkeule‘ die Kinder noch weiter unter Druck setzt.“

Im Rundbrief der Senatorin heißt es unter anderem: „Die Corona-Schutzimpfung schützt nämlich dreifach: Euch selbst – die Personen mit denen Ihr Euch trefft – die gesamte Gesellschaft, also uns alle!“ Rund 180.000 Schüler der Stadt haben diesen Brief in der ersten Woche nach den Sommerferien erhalten. Die Ständige Impfkommission beim Robert-Koch-Institut (Stiko) empfiehlt bisher eine Impfung mit den Vakzinen von Biontech und Moderna nur in Ausnahmefällen, etwa bei Vorerkrankungen. Martin Terhardt, Berliner Kinderarzt und Mitglied der Stiko, sprach am Donnerstagabend in der RBB-Abendschau nun von einer modifizierten Empfehlung, ohne allerdings Einzelheiten nennen zu wollen. Man werde der Politik „ein Stück entgegenkommen“, sagte Terhardt lediglich und stellte die Veröffentlichung der überarbeiteten Empfehlung für das Ende der kommenden Woche in Aussicht.

Vor allem die Argumentation der Gesundheitssenatorin finden viele Eltern verurteilenswert. „Diesen Druck auf Kinder ab 12 und Jugendliche auszuüben und ihnen quasi die Verantwortung für die Gesundheit aller zuzuweisen, finde ich unerhört“, schreibt etwa Nina Lepsius auf der Facebook-Seite........

© Berliner Zeitung


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