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Impf-Aufruf von Dilek Kalayci an Schüler: Ein ungeheuerlicher Vorgang

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12.08.2021

Berlin - Ein Rundschreiben an Berliner Schüler sorgt für Aufregung. Darin fordert Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) die Altersgruppe ab zwölf Jahren auf, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Das Schreiben ist direkt an die Jugendlichen adressiert, der Tenor klar: Wer sich nicht impfen lässt, gefährdet einen „Schulbetrieb mit möglichst wenigen Infektionen und Beschränkungen“. Weiter heißt es: „Die Corona-Schutzimpfung schützt nämlich dreifach: Euch selbst – die Personen mit denen Ihr Euch trefft – die gesamte Gesellschaft, also uns alle!“ Rund 180.000 Schüler der Stadt haben diesen Brief in der ersten Woche nach den Sommerferien erhalten.

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Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt bisher nur in Ausnahmefällen eine Corona-Schutzimpfung von Menschen, die jünger als 18 Jahre sind, etwa bei Vorerkrankungen. Doch nicht nur deshalb regt sich unter Eltern scharfe Kritik an dem Rundbrief. Sie sehen ihre Kinder in Haftung genommen für das Infektionsgeschehen in Deutschland. „Ein ungeheuerlicher Vorgang“, sagt etwa eine Mutter, deren zwölfjähriger Sohn die achte Klasse besucht. „Mein Junge ist noch nicht geschäftsfähig und soll eine derart schwerwiegende Entscheidung treffen. Ich entscheide als........

© Berliner Zeitung


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