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Polizei überführt mutmaßlichen Drohbrief-Schreiber anhand seines Sprachstils

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04.05.2021

Berlin - Seit 2018 hielt eine vermeintliche rechtsextreme Terrorzelle namens „NSU 2.0“ die Öffentlichkeit in Atem. Mehr als einhundert Prominente und Personen des öffentlichen Lebens bekamen Schreiben mit Todesdrohungen und Beleidigungen, immer unterzeichnet mit NSU 2.0. Weil die gesperrte Adressen der Empfänger anscheinend in Polizeicomputern abgefragt wurden, gerieten die Sicherheitsbehörden selbst in Verdacht. Die Debatte über Rechtsextremismus in der Polizei entbrannte. Doch nun stellt sich heraus: Die Drohbriefe soll ein 53-jähriger Arbeitsloser verfasst haben.

Am Montag nahmen Spezialkräfte der hessischen Polizei den Verdächtigen fest. Als sie die Tür seiner Wohnung im Soldiner Kiez einrammten, saß der Mann gerade an seinem Computer. Es handele sich nicht um einen Polizisten, teilten die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main und das hessische Landeskriminalamt (LKA) noch in der Nacht zum Dienstag mit. Gegen den Festgenommenen hatte das Amtsgericht Frankfurt am Main zuvor Haftbefehl erlassen.

Laut Staatsanwaltschaft war er bereits in der Vergangenheit wegen zahlreicher, unter anderem auch rechtsmotivierter Straftaten rechtskräftig verurteilt worden, etwa wegen Beleidigung und Bedrohung und wegen Amtsanmaßung. „Er hatte sich als Polizist ausgegeben“, sagte Oberstaatsanwältin Nadja........

© Berliner Zeitung


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