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Notare melden Rekordzahl an Geldwäsche-Verdachtsfällen

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16.09.2021

Berlin - Deutschlands Notare haben nach eigenen Angaben noch nie so viele Verdachtsfälle auf Geldwäsche gemeldet, wie derzeit – durchschnittlich 500 pro Monat. „Wir erwarten für dieses Jahr mehr als 6000 Verdachtsmeldungen aus den Notariaten Deutschlands“, sagte Martin Thelen, Sprecher der Bundesnotarkammer, am Donnerstag. „Damit erbringen die Notare den mit Abstand größten Beitrag im Bereich der Geldwäsche-Verdachtsfälle aus dem Nichtfinanzsektor.“

Gleichzeitig wies Thelen Kritik von Berlins Justizsenator Dirk Behrendt (Grüne) zurück. Dieser hatte bemängelt, dass durch eine von vielen unbemerkte Gesetzesänderung die Effektivität der Geldwäschebekämpfung stark eingeschränkt sei und eine Bundesratsinitiative angekündigt, um die Änderung rückgängig zu machen.

KriminalitätMafia und Drogenbanden: Berlin ist ein Paradies für Geldwäsche

Nach dem Geldwäschegesetz sind Notare verpflichtet, einen Verdacht, dass jemand Gewinne aus Straftaten „waschen“ will, an die zentrale Geldwäschebekämpfungseinheit des Zolls (FIU) zu melden. Wegen der Verschwiegenheitspflicht war diese Zahl jedoch lange Zeit äußerst gering. Während im Jahr 2018 in Deutschland 77.252 Verdachtsfälle an die FIU gemeldet wurden, kamen davon........

© Berliner Zeitung


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