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Experten warnen vor radikalen Syrien-Rückkehrern

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09.09.2021

Berlin - Afghanistan, wieder erstarkende Terrorgruppen wie Al-Kaida und der „Islamische Staat“ (IS): 20 Jahre nach den islamistischen Anschlägen in den USA erwarten Terrorexperten für die Zukunft nichts Gutes. Thomas Mücke vom Berliner Violence Prevention Network (VPN) zum Beispiel rechnet damit, dass bundesweit „etwas über hundert Personen“ aus Kriegsgebieten in Syrien und Irak nach Deutschland zurückkehren werden – kampferfahrene und ideologisch gefestigte Dschihadisten.

135 Berliner sind nach Angaben der Senatsinnenverwaltung in den vergangenen Jahren nach Syrien oder Irak ausgereist, etwa 20 starben dort. Bislang kehrten etwa 70 zurück. Alle Rückkehrer – auch die jetzt noch Erwarteten – haben die deutsche Staatsbürgerschaft, weshalb sie nicht abgeschoben werden können.

Um die Rückkehrer kümmert sich in Berlin die sogenannte Rückkehrkoordination, ein Verbund von Behörden und Vereinen, der versucht, die Personen zu integrieren und zu deradikalisieren. Zu dem Verbund gehört unter anderem VPN. Im vergangenen Jahr arbeitete das Netzwerk bundesweit mit 485 Personen im Bereich Islamismus, in Berlin waren es 48 Menschen. Ein Teil der Betreuten saß in Haftanstalten. In 164 weiteren Fällen beriet VPN etwa hilfesuchende Eltern und Institutionen.

„Mit der ersten und der zweiten Welle der Rückkehrer konnten wir gut arbeiten“, sagt Thomas Mücke, VPN-Mitgründer und -Geschäftsführer. Viele Rückkehrer seien desillusioniert und hätten Zweifel bekommen.

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© Berliner Zeitung


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