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„Die Hemmschwelle wird weiter sinken, je länger die Einschränkungen dauern“

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22.09.2021

Berlin - Die Tötung eines Tankstellenmitarbeiters in Rheinland-Pfalz hat die Gewerkschaft der Polizei (GdP) zum Anlass genommen, zu warnen: vor einer Radikalisierung der Szene, die die Corona-Maßnahmen ablehnt. „Es ist wichtig, dass die Sicherheitsbehörden radikale Kräfte in den Blick nehmen – sei es von links, rechts oder aus der Querdenker-Szene“, sagte der stellvertretende GdP-Bundesvorsitzende, Jörg Radek, der Berliner Zeitung.

Die Aggressivität habe zugenommen, heißt es aus dem Berliner GdP-Landesverband. „Die Hemmschwelle auch zu schwersten Angriffen wird weiter sinken, je länger die Einschränkungen dauern“, sagt Sprecher Benjamin Jendro. Bei der alltäglichen Durchsetzung der Hygieneregeln würden Ordnungsamtsmitarbeiter und Polizisten immer öfter aggressiv angegangen. „Es gab auch in den ersten Monaten Leute, die ihre Ablehnung der Maßnahmen geäußert haben. Aber die Qualität der Angriffe wächst, sodass eine völlig ruhig wirkende Person nach dem Hinweis auf die Regeln sofort ausrastet.“ Jendro sprach sich dafür aus, unter den Teilnehmern der „Querdenker“-Demos zu differenzieren. „Da läuft nicht jeder mit Schusswaffe herum und begeht einen Mord. Aber es ist der harte Kern der Szene, der den Nährboden für solche Taten schafft.“

KommentarMord nach Maskenstreit: Der Begriff „Querdenker“ taugt zur Analyse nicht

Am Samstagabend........

© Berliner Zeitung


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