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Stallgeruch als Duftmarke: Was Steffen Baumgart und Julian Schuster verbindet

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14.03.2026

Trainer in der Bundesliga zu sein, das ist für viele ein Traum: das Hobby zum Beruf machen und, wenn es gut läuft, bewundert werden, Geld wie Heu verdienen und den Schotter selbst im schlechtesten Fall für die Dauer des Vertrages erhalten. Zwar sitzt man immer auch auf dem Schleudersitz, doch im schlimmsten Fall hat man so viel Geld verdient, dass man am Ende „in der Klapsmühle wenigstens erster Klasse liegen“ könne. So überspitzt formulierte es einst Otto Rehhagel.

In der Bundesliga hat man als Trainer schnell ausgesorgt

Zumindest ausgesorgt sollte man haben. Das ist heutzutage in der Regel bereits nach einem Zwei-Jahres-Vertrag so gut wie geritzt. Hans Meyer, der in der DDR mit Carl Zeiss Jena schon eine große Nummer war und auch im Westen mit Borussia Mönchengladbach, dem 1. FC Nürnberg (Pokalsieg 2007) und selbst Hertha BSC (Klassenerhalt 2004 in zuvor ziemlich aussichtsloser Lage) durch die Decke geschossen ist, beschrieb es auf seine kauzige Art so: „Davon können meine Kinder und Kindeskinder noch gut leben.“

Dass andere daran allerdings zugrunde gegangen, den Druck nicht ausgehalten haben und an ihm regelrecht zerbrochen sind, gehört zur Wahrheit trotzdem dazu. Nicht in der Klapsmühle sind sie gelandet, der eine oder andere dafür in einer Entziehungsanstalt. Der tragischste Fall in der Bundesliga ist Branko Zebec. Der Jugoslawe führte 1969 Bayern München zum ersten Double der Bundesligageschichte und zehn Jahre später den Hamburger SV zu dessen erstem Meistertitel in der 1963 gegründeten Spielklasse.

Welche, die ihn gut kannten und an seiner Seite gearbeitet haben, merkten, dass die Flasche immer öfter nicht weit weg von der Trainerbank stand. Da schon lieber Bonbons an die Linienrichter, die damals wirklich noch so genannt wurden, verteilen, wie es Aleksandar Ristic, der 2004 für einen Sieg, zwei Unentschieden und sechs Niederlagen auch mal Trainer beim 1. FC Union Berlin war, pflegte.

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