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Pleiten, Pech und Pannen: Der Wahlabend in Berlin war ein Desaster

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27.09.2021

Berlin - Berlin setzt neue Standards, denn das Wahlchaos am Sonntag war ohne Beispiel. Wer die Berichte über die Wahl in Berlin verfolgte, fühlte sich unwillkürlich an ein Report von Entwicklungshelfern erinnert. Zahlreiche Wählerstimmen konnten nicht gezählt werden, viele Bürger standen sich in langen Schlangen vor den Wahllokalen die Beine in den Bauch. Der Wahlsonntag stand von Anfang an unter keinen guten Stern. Angefangen hatte es schon am Sonnabend. Die Landeswahlleitung gab bekannt, dass plötzlich Wahlhelfer fehlen. Viele seien kurzfristig abgesprungen oder hätten sich krankgemeldet. Allein im Bezirk Pankow sollen bereits am Vorabend zur Wahl über 70 Wahlhelfer gefehlt haben.

Pankow war beileibe kein Einzelfall, denn auch in anderen Bezirken fehlten die Wahlhelfer. Noch am frühen Sonntagnachmittag wurden über die sozialen Medien hektisch Aufrufe geteilt, sich spontan als Wahlhelfer zu melden, wer das aktive Wahlrecht besitzt könne sich melden. Noch im Frühjahr gab man sich bei der Landeswahlleitung eigentlich optimistisch, dass genügend Wahlhelfer am Super-Wahlsonntag zur Verfügung stehen. Anders als in den Jahren zuvor, haben sich überdurchschnittlich viele Berliner als Wahlhelfer gemeldet, ein Mangel an Freiwilligen war da noch nicht abzusehen. Doch woher kam die spontane Begeisterung fürs Ehrenamt? Hinter vorgehaltener Hand wird dafür........

© Berliner Zeitung


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