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Wenn sich ein Verb ins falsche Umfeld mogelt

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10.06.2019

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Die Kolumne über die Eselsbrücke vor einer Woche an dieser Stelle fand besonders viel Aufmerksamkeit, worauf ich mit Rückmeldungen, Fragen und Beispielen eingedeckt worden bin. Mit der Flut der zugeschickten Eselsbrücken ließe sich ein Buch füllen. Allerdings habe ich keinen Merkvers „vergessen“, sondern habe nur wenige Beispiele präsentieren können. Mehr Platz war nicht vorhanden.

An der Spitze der Einsendungen stand eine Regel des Satzbaus (der Syntax), die früher zur Allgemeinbildung gehörte, jetzt aber zu verwässern droht. „Wer ‚brauchen‘ ohne ‚zu‘ gebraucht, braucht ‚brauchen‘ überhaupt nicht zu gebrauchen“, schreibt zum Beispiel ein Leser und fährt fort: „Diesen Reim haben uns unsere Lehrer schon vor mehr als 50 Jahren eingebimst – er wird aber im TV und teilweise auch in der Presse bedauerlicherweise und offenbar wegen Unwissenheit vergessen. Mich stört das außerordentlich.“

Mich stört das auch, aber die Bitte des Lesers, die korrekte Grammatik künftig in allen Medien durchzusetzen,........

© Berliner Morgenpost