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Warum Preisverleihungen meistens langweilig sind

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13.05.2019

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Berlin. Haben Sie neulich den Deutschen Filmpreis im Fernsehen gesehen? Ich nicht. Ich war nämlich im Palais am Funkturm live dabei. Ich nehme an, aus der Sofaperspektive ist so eine Preisverleihung ein recht kurzweiliges Vergnügen. Sie schalten pünktlich das heimische Gerät ein und lassen sich unterhalten. Snacks und Getränke in Griffweite, mit dem Partner, Freunden oder zur Not auf Twitter zum Lästern bereit. Und wenn es doch einmal zu lange dauert, liegt die Fernbedienung in rettender Nähe. Herrlich!

Vor Ort gestaltet sich das ein wenig anders. Die Vorfahrt auf dem roten Teppich beginnt bei großen Veranstaltungen gerne schon am späten Nachmittag. Jedenfalls theoretisch. Praktisch passiert erst einmal nichts. Wenn man den Fehler gemacht hat, zu früh mit einer Liveübertragung zu starten, redet man sich nun um Kopf und Kragen, während man bereut, die High Heels aus Eitelkeit schon jetzt angezogen zu haben.

Schließlich macht sich unter den Journalisten allmähliche........

© Berliner Morgenpost