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Wie viel Staat darf es sein in der Krise?

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30.06.2020

Wo immer es geht, sollte die Politik Abstand zu Unternehmen halten. Als Ordnungshüter der Wirtschaft ist sie dafür umso gefragter.

Wie ambivalent das Verhältnis von Staat und Wirtschaft ist, kann derzeit an einigen augenfälligen Unwuchten besichtigt werden. Dabei gilt: Schön wäre, wenn der Staat sich aus den Problemen der Wirtschaft heraushalten könnte. Leider muss er derzeit sehr viel mehr intervenieren, als ihm lieb sein kann.

Da ist die Lufthansa, die die Bundesregierung nun doch mit neun Milliarden Euro retten darf, nachdem Multi-Milliardär Heinz Hermann Thiele den dicken Daumen gnädig hob. Man muss nicht mögen, wie der größte Einzelaktionär von Deutschlands vormaliger Vorzeige-Airline seine Machtposition gegenüber der hilfsbereiten Bundesregierung und auf Kosten der Lufthansa-Belegschaft inszenierte. Man kann unverschämt finden, wie das Lufthansa-Management einerseits um Staatshilfen bat, andererseits aber frech pokerte und staatlich entsandte Aufsichtsräte im Unternehmen am liebsten verhindert hätte.........

© Augsburger Allgemeine