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Scholz und der Botschafter: Im Krieg ist kein Platz für verletzte Eitelkeiten

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03.05.2022

Der Krieg in der Ukraine darf nicht zum „normalen“ Politikfeld verkommen, auf dem sich der eine auf Kosten des anderen profilieren will. Es geht hier um Leben und Tod.

Während Tag für Tag Soldaten sterben und Zivilisten, Frauen, Kinder, Alte teils martialisch getötet werden, pikiert sich der Kanzler noch immer darüber, dass die Ukraine vor Wochen einen Besuch des Bundespräsidenten abgelehnt hat. Und der ukrainische Botschafter, der jegliche Diplomatie in den Wind geschlagen hat, verunglimpft ihn dafür als „beleidigte Leberwurst“.

Einen schlechteren Zeitpunkt für derartige Nebengefechte hätten sich die beiden Herren kaum aussuchen können. Ein Krieg lässt keine Zeit für verletzte Eitelkeiten.

Dass Politprofis wie Olaf Scholz und Andrij Melnyk so unsouverän agieren, zeigt in erster Linie, wie blank die Nerven nach mehr als zwei Monaten des Sterbens liegen. Wie groß die Angst vor dem ist, was als Nächstes passieren könnte. Und wie unterschiedlich der Blick auf die Dinge manchmal ist.........

© Augsburger Allgemeine


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