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Eine Rente mit 70 geht an der Realität vorbei

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26.08.2021

Zur Finanzierung der Rente wird derzeit ein höheres Eintrittsalter ins Spiel gebracht. Der Arbeitsmarkt ist dafür längst nicht fit.

Müssen die Deutschen länger arbeiten? Sollen sie später in Rente gehen? Die Debatte hat zuletzt an Intensität gewonnen. Bereits die Bundesbank hat zu einem späteren Renteneintritt geraten, zuletzt hat dies Gesamtmetall-Chef Stefan Wolf eindringlich gefordert. Bereits heute hebt Deutschland das Rentenalter schrittweise von 65 auf 67 Jahre an. Wer 1964 oder später geboren ist, kann 2031 regulär mit 67 Jahren in den Ruhestand gehen. Dem Arbeitgeber-Vertreter ist das zu früh. Wolf mahnt, dass wir bald über die Rente mit 69 oder 70 reden müssten. Eine Rente mit 70 aber geht derzeit an der Realität vorbei, nicht zuletzt, weil dafür auf dem Arbeitsmarkt die Voraussetzungen fehlen.

Das Problem ist bekannt. In den nächsten Jahren gehen mit den Babyboomern geburtsstarke Jahrgänge in Rente, auf weniger Beitragszahler kommen mehr Ruheständlerinnen und Ruheständler. Die Folge wären höhere Rentenbeiträge (was Arbeitgeber und Regierung nicht wollen), stagnierende Renten (was keiner Rentnerin........

© Augsburger Allgemeine


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