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Vor der Wahl sollte man vielleicht doch ein bisschen auf die Inhalte schauen

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18.09.2021

Erst schien der Wahlkampf öd, dann albern, zuletzt heftig. Zarte Gemüter fragen nach Inhalten, Demoskopen nach Stimmungen. Die Frage aber ist: Was sagt uns das alles?

Baerbock beschummelt, Laschet lacht, Scholz schlumpft. Ist es das? Ist das das, was von diesem Wahlkampf bleiben wird? Nein. Schließlich wird am Ende, nach dem Sonntag in einer Woche, vor allem den Wochen dauernden Sondierungen und Koalitionsverhandlungen, auch eine Regierung, ein Kanzler übrig bleiben. Oder Kanzlerin. Und, aber ja, auch das wird bleiben: das Unbehagen an diesem merkwürdigsten Wahlkampf seit langem.

Denn dafür, dass dieser Wahlkampf nach landläufiger Meinung auch der wichtigste ist seit langem, ist es auch einer, der erst einmal seltsam inhaltsleer daherzukommen scheint (vorausgesetzt, man versteht unter Inhalten mehr als die muffigen roten Dinger aus Pastor Hintzes alter Sockenlade). Stattdessen stehen Personen, stehen die Kanzlerkandidaten im Vordergrund. Das hat mehrere Ursachen.

Und die Frage ist, ob das überhaupt zu umgehen ist nach 16 Jahren Merkel, die mal........

© Augsburger Allgemeine


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