Am 8. September ist Queen Elizabeth II. nachmittags auf Schloss Balmoral für immer eingeschlafen. Am Sterbebett wachten ihre beiden ältesten Kinder, Charles und Anne. Alle anderen Familienmitglieder trafen zu spät in Schottland ein. Seit ihrem Tod wird ein striktes Protokoll eingehalten. Datum und Ort der Bestattung samt Trauerfeier sowie die eigentliche Beerdigung sind bis ins Detail durchgeplant. Elf Tage nach dem Tod der Monarchin ist die Bestattung von Königin Elizabeth II. am 19. September geplant. Alle weiteren Entwicklungen zum Tod der Queen gibt es hier im AZ-Newsblog.

Queen-Sohn Prinz Andrew und der in den USA lebende Königinnen-Enkel Harry könnten einem Medienbericht zufolge bei Totenwachen am Sarg der gestorbenen Monarchin doch Militäruniformen tragen. Harry (37) hatte – anders als sein Bruder William – bei den bisherigen offiziellen Terminen immer Anzug getragen. Nun sei ihm erlaubt worden, bei einer am Samstag geplanten Totenwache seine Uniform anzulegen, berichtete die Zeitung "Daily Mirror" unter Berufung auf Quellen des Königspalasts. "Der gesunde Menschenverstand hat gesiegt", zitierte das Blatt einen angeblichen Insider.

Eine offizielle Bestätigung aus dem Königshaus gab es dafür zunächst nicht. Trotz seines Dienstes in Afghanistan musste Harry seine militärischen Titel mit dem Abschied aus dem Königshaus niederlegen.

Auch sein Onkel Andrew (62) hatte - anders als seine Geschwister - seine bisherigen offiziellen Auftritte im Anzug absolviert. Den Angaben zufolge wurde ihm "als besonderes Zeichen des Respekts" ebenfalls erlaubt, bei einer am Freitagabend geplanten Totenwache am Sarg seiner Mutter Uniform zu tragen. Nach seinen Verstrickungen in einen Missbrauchsskandal um den US-Milliardär und verurteilten Straftäter Jeffrey Epstein darf er keine offiziellen Aufgaben mehr als Royal wahrnehmen.

Der neue britische König Charles III. (73) und seine Geschwister Prinzessin Anne (72), Prinz Andrew (62) und Prinz Edward (58) werden eine weitere Totenwache am Sarg ihrer Mutter halten. Wie der Palast am Donnerstag mitteilte, wollen die Royals am Freitag um 20.30 Uhr (MESZ) für 15 Minuten am Sarg von Queen Elizabeth II. Wacht halten.

Russland hat die fehlende Einladung zur Beisetzung von Königin Elizabeth II. als "zutiefst unsittlich" kritisiert. Es handele sich um einen Versuch Großbritanniens, "die nationale Tragödie, die die Herzen von Millionen Menschen in der ganzen Welt berührt, für geopolitische Zwecke auszunutzen, um eine Rechnung mit unserem Land zu begleichen", teilte das Außenministerium in Moskau am Donnerstag mit. Ministeriumssprecherin Maria Sacharowa beklagte, dass die britische Regierung die russische Botschaft in London informiert habe, dass es keine Einladung zu den Trauerfeierlichkeiten gebe.

Großbritannien hatte Russland und Belarus nach Informationen der britischen Nachrichtenagentur PA wegen Moskaus Angriffskrieg gegen die Ukraine nicht eingeladen. Sacharowa sprach von einem Vorwand. Sie betonte, dass Königin Elizabeth II. sich selbst nicht in die Politik eingemischt habe. Dagegen nutze die "britische Elite" nun die Lage für politische Zwecke. "Von unserer Seite drücken wir dem britischen Volk unsere tiefste Anteilnahme im Zusammenhang mit seinem erlittenen großen Verlust aus", sagte Sacharowa.

Mehrere Trauerzüge mit dem Sarg der toten Monarchin sind am Montag beim Staatsbegräbnis vorgesehen. Der Sarg wird zunächst von 98 Marinesoldaten auf einer Lafette vom Parlament zur Westminster Abbey gebracht.

Nach dem Trauergottesdienst, zu dem zahlreiche Staatschefs und gekrönte Häupter aus der ganzen Welt erwartet werden, führt eine weitere Prozession durch Teile der Hauptstadt bis zum Wellington Arch. Von dort wird der Sarg nach Windsor gebracht, wo eine weitere Prozession bis zur endgültigen Ruhestätte der Queen auf dem Gelände von Schloss Windsor stattfinden soll.

Hinter dem Sarg gehen bei allen drei Prozessionen jeweils zu Fuß die vier Kinder der toten Königin: Der neue König Charles III. (73), Prinzessin Anne (72), Prinz Andrew (62) und Prinz Edward (58). Auf sie folgen Thronfolger Prinz William (40), sein Bruder Prinz Harry (38) und der Sohn von Prinzessin Anne, Peter Phillips (44). Per Auto fahren Königsgemahlin Camilla (75), Kate (40), die nun den Titel Prinzessin von Wales trägt, Herzogin Meghan (41) und Gräfin Sophie (57), die Frau Prinz Edwards.

Lassen Prinz William und Prinz Harry die Streitigkeiten ruhen? Die Brüder sollen am Dienstag mit den Ehefrauen an einem gemeinsamen Dinner mit der Royal Family teilgenommen haben, nachdem der Leichnam der Queen in London in Empfang genommen wurde. Das berichtet die "Daily Mail".

Am Mittwoch wurden die sterblichen Überreste der Queen vom Buckingham Palast zur Westminster Hall gebracht. Bei der Prozession und im Parlament würdigten sich Prinzessin Kate und Herzogin Meghan keines Blickes – wie schon beim gemeinsamen Trauerrundgang am Samstag.

Der Sarg wurde von Marinesoldaten auf einer Lafette durch die Londoner Straßen gezogen werden. So war es auch 1952 beim Tod von Elizabeths Vater König Georg VI. (✝56). Seit Mittwoch wird die verstorbene Königin in der Westminster Hall (Palast von Westminster) aufgebahrt. Die Öffentlichkeit kann sich seitdem von der Queen für immer verabschieden. Man rechnet mit einer halben Million Menschen, die kommen werden.

Der Palast gab bekannt, dass Trauerfeier und Beisetzung der Queen am 19. September geplant ist. Das ist ein Montag. Stirbt der britische Regent, wird der Tag der Bestattung zum nationalen Trauer- und Feiertag erklärt. Das Volk kann dann um seine Queen weinen, die über 70 Jahre lang auf dem Thron saß – Rekordzeit! Um zwölf Uhr soll es am 19. September in ganz Großbritannien zwei Schweigeminuten geben.

Die Krönung von Prinzessin Elizabeth zur Königin fand am 2. Juni 1953 in der Westminster Abbey (da saß sie schon knapp 16 Monate auf dem Thron). In der Kirche in London wird auch die Trauerfeier für die Queen stattfinden.

Nach dem Staatsbegräbnis wird der Sarg in einer Prozession von Westminster Abbey zum Wellington Arch gebracht. Von Wellington Arch aus wird der Sarg nach Windsor gebracht, wo der Leichenwagen in einer Prozession über den Long Walk zur St.-George's-Kapelle auf Schloss Windsor fährt. Die Queen wird dort neben ihrem Vater beigesetzt. Ihr 2021 verstorbener Ehemann Prinz Philip, der in der "Royal Vault", einer Grabkammer unter der Kapelle, begraben ist, wird daraufhin umgebettet und neben ihr bestattet. Im Familiengrab liegen auch Queen Mum und Prinzessin Margaret.

Neben der kompletten königlichen Familie werden rund 500 Staatsoberhäupter und Regierungschefs sowie Mitglieder der europäischen Königshäuser erwartet. Unter anderen haben sich US-Präsident Joe Biden mit Ehefrau Jill Biden, König Willem-Alexander der Niederlande mit Ehefrau Maxima sowie Prinzessin Beatrix angekündigt. Auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wird mit seiner Ehefrau Elke Büdenbender teilnehmen.

Nach über zweieinhalb Jahren zeigen sich auch König Felipe von Spanien und sein Vater Juan Carlos wieder gemeinsam. Die beiden kommen jeweils mit ihren Frauen (Letizia und Sofia) nach London.

Königin Elizabeth war Staatsoberhaupt von insgesamt 15 Ländern, die dem Commonwealth-Staatenbündnis angehören. Es ist noch überhaupt nicht abzuschätzen, wie viele Gäste wirklich erscheinen werden. Die Westminster Abbey und das gesamte Londoner Stadtgebiet werden zur Hochsicherheitszone. Die ganze Welt wird auf London blicken. Dies wird das größte internationale Ereignis der vergangenen Jahrzehnte sein.

Umgangssprachlich werden die Begriffe Beerdigung, Beisetzung und Bestattung oft als Synonyme verwendet. Doch sie haben unterschiedliche Bedeutungen:

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Putin nicht erwünscht: Russland kritisiert britische Royals

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16.09.2022

Am 8. September ist Queen Elizabeth II. nachmittags auf Schloss Balmoral für immer eingeschlafen. Am Sterbebett wachten ihre beiden ältesten Kinder, Charles und Anne. Alle anderen Familienmitglieder trafen zu spät in Schottland ein. Seit ihrem Tod wird ein striktes Protokoll eingehalten. Datum und Ort der Bestattung samt Trauerfeier sowie die eigentliche Beerdigung sind bis ins Detail durchgeplant. Elf Tage nach dem Tod der Monarchin ist die Bestattung von Königin Elizabeth II. am 19. September geplant. Alle weiteren Entwicklungen zum Tod der Queen gibt es hier im AZ-Newsblog.

Queen-Sohn Prinz Andrew und der in den USA lebende Königinnen-Enkel Harry könnten einem Medienbericht zufolge bei Totenwachen am Sarg der gestorbenen Monarchin doch Militäruniformen tragen. Harry (37) hatte – anders als sein Bruder William – bei den bisherigen offiziellen Terminen immer Anzug getragen. Nun sei ihm erlaubt worden, bei einer am Samstag geplanten Totenwache seine Uniform anzulegen, berichtete die Zeitung "Daily Mirror" unter Berufung auf Quellen des Königspalasts. "Der gesunde Menschenverstand hat gesiegt", zitierte das Blatt einen angeblichen Insider.

Eine offizielle Bestätigung aus dem Königshaus gab es dafür zunächst nicht. Trotz seines Dienstes in Afghanistan musste Harry seine militärischen Titel mit dem Abschied aus dem Königshaus niederlegen.

Auch sein Onkel Andrew (62) hatte - anders als seine Geschwister - seine bisherigen offiziellen Auftritte im Anzug absolviert. Den Angaben zufolge wurde ihm "als besonderes Zeichen des Respekts" ebenfalls erlaubt, bei einer am Freitagabend geplanten Totenwache am Sarg seiner Mutter Uniform zu tragen. Nach seinen Verstrickungen in einen Missbrauchsskandal um den US-Milliardär und verurteilten Straftäter Jeffrey Epstein darf er keine offiziellen Aufgaben mehr als Royal wahrnehmen.

Der neue britische König Charles III. (73) und seine Geschwister Prinzessin Anne........

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