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Wir alle liegen einander auf der Tasche – zum Glück

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02.03.2026

Wir alle liegen einander auf der Tasche – zum Glück

Gastkolumnistin Samantha Zaugg muss sich für ein Stipendium rechtfertigen. Zu Unrecht, wie die Autorin findet – und den Spiess umdreht.

Landwirtschaft oder Kunst? In diesem Fall beides: Werk in der Ausstellung Landart im Mai 2006 in Neuheim ZG.

Auf meine letzte Kolumne habe ich recht unanständige Zuschriften bekommen. Im Text ging es um ein Stipendium, das ich erhalten habe: Für eine bestimmte Zeit bekomme ich eine Wohnung und einen monatlichen Betrag. Das nahm ich zum Anlass, um über Arbeitsbedingungen im Kulturbereich zu schreiben.

Bisweilen haben mich die Missgunst und Aggression der Reaktionen erschreckt. Ein Leser wies mich darauf hin, dass es Leute gebe, die für ihr Geld arbeiten müssten. Dass es unverschämt sei, dass Künstlerinnen auf der faulen Haut liegen, auf Kosten der Allgemeinheit. Solche Nachrichten gab es einige.

Erfreulich hingegen war der Kontakt mit einem anderen Leser. Wir hatten einen recht konstruktiven Austausch. Dabei habe ich gemerkt, dass Kulturförderung für viele ein Buch mit sieben Siegeln ist. Das hat mich motiviert, nochmals einen Anlauf zu nehmen und einige Dinge etwas genauer zu beschreiben.

Beginnen wir mit der vielleicht grundlegendsten Frage: Wer bezahlt für öffentliche Kulturförderung? Der grösste Anteil der Kulturförderung wird von Gemeinden und........

© Aargauer Zeitung