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Schutzlose Schweiz: Die Bevölkerung sieht es realistischer als die Politiker

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23.03.2026

Schutzlose Schweiz: Die Bevölkerung sieht es realistischer als die Politiker

Eine Umfrage zum Sicherheitsgefühl der Schweizerinnen und Schweizer zeichnet ein klares Bild. Wo unterschätzte Gefahren liegen, zeigte sich dieses Wochenende im Iran-Krieg.

Schutzlos ausgeliefert: Die Patriot-Systeme, welche die Schweiz in den USA bestellt hat, kommen noch lange nicht.

Die Umfrage über das Sicherheitsempfinden der Schweizerinnen und Schweizer wird nach einem Wochenende publik, an dem der Iran-Krieg weiter eskalierte. Die jüngsten Entwicklungen in Nahost konnten noch nicht in diese Befragung einfliessen, doch sie passen zum Bedrohungsbild, das die Bevölkerung zeichnet.

Die Kriegsführung verschiebt sich. Trump kündigt Angriffe auf die iranische Energieinfrastruktur an, sollte der Iran die Strasse von Hormus nicht freigeben. Die Mullahs drohen mit Gegenschlägen – ebenfalls auf die Energieversorgung.

Wer solche Ziele angreift, verfolgt nicht rein militärische Zwecke, sondern will die Funktionsfähigkeit eines ganzen Landes ausschalten. Das Muster ist bekannt: Russland attackiert in der Ukraine unerbittlich Energieanlagen, um Versorgung, Wirtschaft und letztlich die Moral zu treffen.

Was dieses Wochenende auch zeigte: Die Reichweiten der Raketen nehmen zu. Der Iran kann Distanzen bis zu 4000 Kilometern überwinden . Europäische Städte geraten in den Radius. Die Schweiz ignorierte dies zu lange. Verteidigungsminister Martin Pfister hat reagiert. Doch die Aufrüstung braucht Zeit. Gegen Raketen und Marschflugkörper bleibt die Schweiz bis Anfang der 2030er Jahre schutzlos.

Freuen wird Pfister, dass gemäss Umfrage eine Mehrheit für eine kräftige Aufstockung der Rüstungsausgaben plädiert. Zuerst muss er aber das Parlament überzeugen.

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Die Schweizerinnen und Schweizer halten sich für praktisch ungeschützt gegen Angriffe fremder Mächte. Was sie gemäss einer grossangelegten Umfrage daraus schliessen.

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Donald Trump stellt Teheran ein 48-Stunden-Ultimatum, um die wichtige Strasse von Hormus freizugeben. Ein Geschoss der Iraner sorgt derweil für Verunsicherung. Fünf Fragen und Antworten zur jüngsten Eskalation.

Endlich! Es ist allerhöchste Zeit, den Schweizer Luftraum zu schützen

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