Elefantenhochzeit: Will UBS wirklich mit Morgan Stanley fusionieren?
Elefantenhochzeit: Will UBS wirklich mit Morgan Stanley fusionieren?
Grosse Fusionen und Übernahmen erreichen ihre finanziellen Ziele nachweislich selten. Im Fall einer transatlantischen Grossbankenfusion wäre das Scheitern schon fast wahrscheinlich.
UBS auf der Flucht vor der Schweizer Regulierung? Die Logik solcher Börsengerüchte ist nur scheinbar plausibel.
Vergangene Woche hat das Schweizer Parlament der UBS signalisiert, dass sie sich auf ein schärferes Bankengesetz und ein deutlich strengeres Kapitalregime wird einstellen müssen. Lange davor warnte die Bank direkt und indirekt über die Bankiervereinigung, dass sie unter dem vom Bundesrat favorisierten «extremen» Gesetzesvorschlag ihre Wettbewerbsfähigkeit verlieren und via Übernahme oder Fusion zur Flucht ins Ausland gezwungen werden könnte.
Nur drei Tage nach dem Entscheid des Ständerats, wollte der Finanzmarkt die Umzugsoption erstmals testen. Die von Nachrichtenagenturen gestreuten Gerüchte über mögliche Schulterschlüsse der UBS mit Morgan Stanley, der Deutschen Bank oder Standard Chartered haben zu markanten Kursaufschlägen in den UBS-Aktien geführt.
«Regulierungsarbitrage»
Hinter diesen Kursaufschlägen steht die Spekulation, dass sich die UBS durch eine Fusion mit einer ausländischen Grossbank aus der Schweiz und somit aus dem Einflussbereich der hiesigen Politik entführen liesse. In einer UBS, deren Hauptsitz nicht mehr in unserem Land wäre, läge auch die Zuständigkeit für die Regulierung und die Kapitalvorschriften nicht mehr primär........
