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Nie vergessen, was damals geschah

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27.01.2021

Vor 76 Jahren wurde das Vernichtungslager Auschwitz befreit. Das Erinnern an diesen Tag und an den Holocaust allgemein ist bedeutsam. Nun, da die letzten Zeitzeugen leider sterben, braucht es neue und auch verstärkte Ansätze in der Erinnerungskultur.

«Die Menschen haben aus dem Holocaust nichts gelernt». Nachdenklich war mein Vater, Walter Strauss, am Ende seines Lebens. In Berlin hatte er die Gräuel der Reichspogromnacht erlebt. Nur dank der Flucht in die Schweiz war er damals der Vernichtung ent­gangen. Auch wenn er hier ein gutes Leben aufbauen konnte, die Angst, dass die Normalität nur vorübergehend sei, ist geblieben, wie sich auch die Angst über die Jahre verstärkt hat, dass sich alles wiederholen könnte. Im vorletzten Jahr ist mein geliebter Vater verstorben.

Rund um die Welt verstummen nach und nach die letzten Zeitzeuginnen und Zeitzeugen. Und bei denen, die noch leben, schwindet die Kraft, uns Orientierung in dieser Frage zu geben. So werden wir neue Mittel und........

© Aargauer Zeitung


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