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Wer eine übermächtige CSV verhindern will, muss die Sozialisten stärken

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28.09.2018

“Hendiatris” ist in der Linguistik eine stilistische Drillingsformel. Nach dem “Jubel, Trubel, Heiterkeit” der Ferien ist Schluss mit “Friede, Freude, Eierkuchen”. Die Luxemburger müssen nunmehr bis zum 14. Oktober “Pleiten, Pech, Pannen” erdulden.

Von Robert Goebbels

Zur Person

Robert Goebbels ist ein ehemaliges Regierungsmitglied der LSAP und früherer Europaabgeordneter.

Die erste Pleite lieferte bezeichnenderweise die ADR. Die früher beamtenfeindliche Partei mutierte zum ultranationalistischen “Keepchen” höherer “Staatsdiener”, welche nicht einmal die luxemburgische Flagge kennen. Auch sonst ist erstaunlicher Wandel zu verzeichnen. Die vormals weltgewandten Blauen sehen ihre Zukunft nur noch auf “Lëtzebuergesch”. Das kann eng werden.

Die Grünen haben die Rettung des Planeten aufgegeben. Sie wollen “gutt liewen” in dem Land, das sie “gär hunn”. Sicher soll man sein Land lieben. Selbst wenn unsere Sprache für eine Liebeserklärung mehrere Wörter benötigt. Doch das plötzliche “Heemecht”-Gedudel der Blauen und Grünen ist reinster Opportunismus, bleibt ein krampfhafter Surf-Versuch auf der populistischen Welle.

Der Wahlkampf zeichnet sich durch einen Schilderwald entlang der Straßen aus. Es ist unmöglich vom Auto, Bus oder Tram aus die tapferen Frauen und Männer zu erkennen, welche sich hoffnungsvoll den Wählern stellen. Bloß die Spitzenkandidaten winken mit einem erkennbaren Konterfei und einem lesbaren Namen.

Die Slogans sind von einer seltenen Nichtigkeit. Die Blauen sind “houfreg” auf unsere Kultur, gleichzeitig auf alle Kulturen. Den Luxemburgern soll........

© Tageblatt