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Eine Frage der Verteilungsgerechtigkeit

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10.09.2018

Zurzeit wird die Wachstumsfrage von politischen Parteien, Organisationen der Zivilgesellschaft und in Zeitungskommentaren auf unterschiedliche Art und Weise thematisiert. Maximales, optimales, nachhaltiges und qualitatives Wachstum sind u.a. Stichwörter die oftmals gebraucht werden, ohne dass irgendjemand bisher die Bedeutung dieser Wachstumsbezeichnungen erklären konnte.

Von Nico Wennmacher*

Zu Person

* Der Autor ist früherer Präsident des Syndikats FNCTTFEL und LSAP-Politiker.

Die aktuelle Hochkonjunktur mit ansehnlichen Wachstumsraten hat nicht nur positive Aspekte wie Rückgang der Arbeitslosigkeit und gut gefüllte Sozialkassen. Es gibt auch viele Wachstumsverlierer. Dies vor allem bei den Gering- und Mittelverdienern, die immer mehr Schwierigkeiten haben, über die Runden zu kommen. Horrende Wohnungspreise, überfüllte öffentliche Transportmittel, immer längere Staus auf Straßen und Autobahnen sowie eine vielfach geringere Lebensqualität sind unliebsame Wachstums-Begleiterscheinungen.

Aufgrund dieser negativen Begleiterscheinungen unseres wirtschaftlichen Erfolges könnte man geneigt sein zu glauben, wie dies auch vielfach propagiert wird, es würde genügen, auf die Wachstumsbremse zu treten, damit alles sich zum Positiven wendet. Dies ist leider nicht der Fall.

Griechenland ist in dieser Hinsicht ein........

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