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Trash – die Schande am Bahnhofskiosk

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11.07.2018

J.: “Los, erzähl mir noch mal von den Haschischbars!”
V.: “Alles klar, was willst du wissen?”
J.: “Der Stoff is’ da legal, ja?”
V.: “Ja, schon legal, ja, aber nicht 100%ig legal, du kannst unmöglich in ’n Restaurant gehen und dir ’nen Joint rollen und dann drauflospaffen. Ich meine, die wollen, dass du zu Hause oder nur an bestimmten Plätzen rauchst.”
J.: “Und das sind diese Haschbars?”
V.: “Ja, das funktioniert ungefähr so: Es ist legal, den Stoff zu kaufen, es ist legal, ihn zu besitzen. Und wenn du der Besitzer so einer Haschbar bist, ist der Verkauf legal. Es ist legal, das Zeug bei sich zu haben, aber das ist eigentlich unwichtig, zieh dir das rein, okay? Wenn du von einem Bullen in Amsterdam festgehalten wirst, dann hat er nicht das Recht, dich zu durchsuchen. Die Bullen in Amsterdam haben nicht das Recht dazu!”
J.: “Oh Mann, da muss ich hin, das ist doch ganz klar, was mach’ ich noch hier?”
V.: “Ich weiß, Baby, du würdest tierisch drauf stehen! Aber weißt du, was das Abgefahrenste an Europa ist?”
J.: “Was?” (… usw.)

Für einmal völlig andere Töne statt eines einführenden Zitates. Und dieser Text ist sehr bewusst gewählt. Als abschreckendes Beispiel nämlich und bestimmt nicht im Kontext der heuer brandaktuellen und durchaus todernsten Drogenliberalisierungsdebatte zu lesen …

Von Frank Bartemes

Deshalb auch aus verständlichen Gründen ohne Erwähnung des Autors und schon gar nicht seines (vermeintlichen) “Werkes”. Geht es doch im Rahmen dieser Zeilen um Trash – sprich um Schrott, Schund und Triviales, “bad taste”, sprich schlechten Geschmack, gar Geschmacklosigkeit innerhalb des Literaturbetriebes. Genauer um die Schund- und Schmutzliteratur, um ästhetisch minderwertige und moralisch anstößige Geschichten in Heft- oder Buchform. Ein Thema, das im Kontext der........

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