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«Dschungelcamp»: Zwei üble Dramen zum Start

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12.01.2019

Zu meiner Schande muss ich gestehen: Dieses Jahr kannte ich schon vor dem Start fast alle Kandidaten von «Ich bin ein Star – holt mich hier raus!». Ich lese zwischen meinem Trash-TV-Konsum auch was Gscheites, aber auch mein Tag hat 24 Stunden, und die werden bei mir auch mit alternativer Bildung gefüllt. Dementsprechend gross war meine Freude, als am Freitagabend das Dschungelcamp wieder losging.

Vor dem Start zur 13. Staffel der Reality-TV-Show «Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!» kommen die Tricks der Sendungsmacher ans Licht.

Auf folgende zwei Dramen habe ich mich im Vorfeld schon sehr gefreut:

1. Reality-TV-Star Bastian Yotta, 42, und «Goodbye Deutschland»-Auswanderer Chris Töpperwien, 44, hatten nach den Waldbränden in Kalifornien 2018 Streit um Spenden (etwas wirre Geschichte meiner Meinung nach). Ich mag beide Figuren. Finde den Yotta so abstrakt und ekelhaft, dass ich wie bei einer überfahrenen Taube hinstarren muss. Und den Töpperwien finde ich als begeisterter «Goodbye Deutschland»-Fan eh ganz fest super. Der hat das Herz am rechten Fleck und ein vielleicht undiagnostiziertes ADHS.

2. Die ehemalige Bachelor-Kandidatin Evelyn Burdecki, 30, trifft im Dschungel zum ersten Mal seit der Trennung wieder auf ihren Ex, Domenico de Cicco, 35. Er hatte ja diese schwangere Freundin, während er eigentlich mit Evelyn öffentlich schmuste. Und die ganze Welt konnte dieses Drama mitverfolgen. Das Leben schreibt doch die besten Geschichten.

Der erwartete Yotta-Töpperwien-Clash verlief relativ unspektakulär – würden die meisten sagen. Ich jedoch weiss, dass es da morgen oder übermorgen noch chlöpfe wird. So viel passive Aggression lässt mich auf mehr freuen.

Zu den beiden jungen Ex-Liebenden: Domenico musste ihr ja im TV sagen (während seine Freundin mit Baby daheim vor dem Fernseher sitzt), dass er Angst hat, er könne sich wieder in Evelyn verlieben. Er hat nicht genau diese Wortwahl genutzt, aber man hat inhaltlich verstanden, was der Bengel meinte. Kinder, Kinder... Reiss dich doch zusammen, Domenico! Wenigstens am ersten Tag! Das hat mit Ehrlichkeit ja nichts mehr........

© Schweizer Illustrierte