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Kirchenmaus

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06.01.2018

Mimi knausert. Oder: Geselligkeit muss man sich leisten können.

Weihnachten ist vorüber und hat im Vorbeigehen Mimis Haushaltskasse geplündert. Mehr oder weniger. Also eigentlich eher mehr. Mimis Haushaltskasse war nämlich nicht gut gefüllt, was Mimi nicht gerne zugibt. Aber selbst wenn – was bringt’s?

An und für sich haben wir ja die weihnachtliche Schenkerei schon vor Jahren abgeschafft. Doch manche von uns halten sich nicht dran. Nur eine Kleinigkeit, sagen sie, ich hab ein kleines Packerl für dich. Du musst mir ja nix schenken, wenn du nicht willst. Wer das jemals geglaubt hat und dann mit leeren Händen dastand, vergisst ihre enttäuschten Gesichter nicht. Diskret enttäuscht, zugegeben, aber doch merkbar gezeichnet von der emotionalen Zurückweisung, die aus den leeren Händen spricht. Sie wollten ja keinen materiellen Zugewinn. Es ging ihnen nur um die Geste.

Dieser Artikel stammt aus profil 2/2018. Das aktuelle Heft können Sie im Handel oder als E-Paper erwerben.

Also wappnete sich Mimi gegen erwartbare Gesten mit vorbereiteten Gegengesten, und das hieß, Geld auszugeben. Selbst selbst Gebackenes oder Gebasteltes ist ja nicht kostenlos, abgesehen davon, dass Mimis Talente nicht auf dem Handarbeitssektor liegen.

Und dann waren da natürlich die Kinder. Nicht nur die eigenen, sondern auch........

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