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Wie sich ein verlorener Kanton zurückkämpft

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15.07.2017

Über 500 SMS und Whatsapp-Nachrichten und ebenso viele E-Mails erhielt Nationalrat Ignazio Cassis, nachdem die FDP des Kantons Tessin seine Bundesrats-Kandidatur bekannt gab. Es ist eine Tessiner Einer-Kandidatur – obwohl verschiedene Medien und auch die SP den Tessiner Freisinn vor genau diesem Schritt warnten. Gleichzeitig ist das Tessin der erste Kanton, der sich in Sachen Bundesrats-Kandidatur in die Karten blicken lässt. Cassis höchstpersönlich hatte dazu seine Bedenken und fragte bei der Parteispitze nach, ob die Anmeldefrist vom 10. Juli taktisch nicht verfrüht sei. Präsident Bixio Caprara beschied: «Das bleibt so. Punkt.»

Forsch, transparent, stolz und selbstbewusst: So steigt das Tessin ins Rennen um die Nachfolge von Aussenminister Didier Burkhalter. Die Restschweiz nimmts verblüfft zur Kenntnis. Bisher hat sie die Südschweiz anders wahrgenommen: Zaudernd, zerstritten und jammernd, vor allem, wenn es um Bundesratswahlen ging. Negativer Höhepunkt war die Kandidatur von Marina Carobbio 2011. Die SP-Nationalrätin schaffte es in der SP nicht auf das offizielle Ticket für die Nachfolge von Micheline Calmy-Rey.

Die Partei von Präsident Christian Levrat, der heute von der FDP ein Frauen-Doppelticket will, forcierte mit........

© Oltner Tagblatt