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Die Bürgerlichen haben sich die Ablehnung des Wassergesetzes selbst zuzuschreiben

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11.02.2019

Die Angstkampagne hat verfangen: Dieses Fazit bietet sich nach der Ablehnung des Zürcher Wassergesetzes aus bürgerlicher Sicht an. Den Linksparteien ist es gelungen, mit der vermeintlichen Privatisierung des Trinkwassers Stimmung gegen die Vorlage zu machen. Bei allem Verständnis für die Kritik an der populistischen Nein-Kampagne: Ärgern müssen sich die Bürgerlichen auch über sich selbst. Sie haben eines der wichtigsten Grossprojekte der ablaufenden Legislatur in den Sand gesetzt und den Linksparteien ein dankbares Wahlkampfthema geliefert.

Die Bürgerlichen haben mehrere Fehler gemacht. Der gewichtigste: Sie haben die Sprengkraft des Privatisierungsartikels unterschätzt. Den Vorschlag des Regierungsrates, private Beteiligungen an der Trinkwasserversorgung zu verbieten, änderten sie in der Kommission dahingehend ab, dass Minderheitsanteile an Gemeindewerken möglich geworden wären. Die Bürgerlichen taten dies mit der Absicht, den Gemeinden Fusionen zu........

© Neue Zürcher Zeitung