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Strukturwandel ja, aber richtig

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12.07.2018

In seinem Gastkommentar «Kein Wachstum ohne Strukturwandel» (NZZ 15. 6. 18) bezeichnet Philipp Aerni Schweizer Entwicklungsorganisationen als unbedarft. Sie sähen Wachstum als Gefahr, verweigerten sich der Zusammenarbeit mit dem Privatsektor und behinderten den nötigen Strukturwandel. Er wirft ihnen vor, sie nähmen «die Leute im Süden in ihren Prioritäten nicht ernst», und findet, man sollte sich weniger um Kleinstbauern kümmern, sich dafür mit dem lokalen Privatsektor zusammentun und Direktinvestitionen fördern. Das Resultat: bessere Einkommen, mehr Menschenrechte, höhere Steuererträge und mehr öffentliche Investitionen in Nachhaltigkeit. Ein verlockendes Narrativ. Doch leider funktioniert es – selbst unter idealen Bedingungen – kaum.

Allzu viele Menschen in Entwicklungs- und Schwellenländern leben noch immer in Armut und Abhängigkeit. Sie sind ausserhalb jener wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Strukturen, die ihnen ein besseres, selbstbestimmtes Leben ermöglichen könnten. Strukturwandel ist denn auch das Ziel........

© Neue Zürcher Zeitung