We use cookies to provide some features and experiences in QOSHE

More information  .  Close
Aa Aa Aa
- A +

Friedrich Merz will mit neuer Strategie das Rennen machen

6 0 0
08.11.2018

Durchsuchungen bei Blackrock in München könnten Merz‘ Kampf um den CDU-Vorsitz belasten. Offenbar fährt der Ex-Unions-Fraktionschef jetzt eine bestimmte Strategie.

12.26 Uhr: Die drei prominenten Bewerber für den CDU-Vorsitz treffen bereits an diesem Freitag direkt aufeinander. CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer, Gesundheitsminister Jens Spahn und Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz werden beim Vorstand der Frauen-Union zu Gast sein, wie eine Sprecherin der Frauen-Union am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP sagte. Sie bestätigte damit einen Vorabbericht des Redaktionsnetzwerks Deutschland.

Die Frauen-Union hatte am Dienstag Kramp-Karrenbauer für die Nachfolge von Bundeskanzlerin Angela Merkel als CDU-Vorsitzende nominiert. Der Vorstand sprach sich einstimmig für die derzeitige Generalsekretärin aus.

Donnerstag, 8. November, 9.40 Uhr: Im Rennen um den CDU-Vorsitz umwirbt der frühere Unions-Fraktionschef Friedrich Merz nun besonders neue Abgeordnete, die ihn in seiner aktiven Zeit im Bundestag nicht mehr erlebt haben. Nach einem Bericht der Welt traf sich der 62-Jährige am Donnerstagmorgen mit Parlamentariern, die erst in den vergangenen Jahren in den Bundestag eingezogen sind. Das Treffen wurde auch der dpa bestätigt. Der Mannheimer Abgeordnete und frühere baden-württembergische Chef der Jungen Union, Nikolas Löbel, habe das Gespräch organisiert. Mehr als 50 Unionsabgeordnete nehmen demnach an dem Treffen im „Haus des Familienunternehmens“ teil.

Neben Merz bewerben sich auch CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer und Gesundheitsminister Jens Spahn um die Nachfolge von Angela Merkel an der CDU-Spitze.

14.08 Uhr: Friedrich Merz ist nun auch offiziell im Rennen um die Nachfolge von Kanzlerin Angela Merkel als CDU-Parteichef. Der CDU-Kreisverband Fulda hat den ehemaligen Chef der CDU/CSU-Bundestagsfraktion als Kandidat für den Bundesvorsitz vorgeschlagen. Die CDU-Bundesgeschäftsstelle bestätigte am Mittwoch, dass die Nominierung eingegangen sei.

Der 62-jährige Jurist aus dem Sauerland ist der zweite Kandidat, der offiziell benannt ist. Zuvor war CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer vorgeschlagen worden - vom Landesverband Saar und der Frauen-Union, wie ein CDU-Sprecher in Berlin sagte.

Zu Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, der ebenfalls als aussichtsreicher Kandidat gehandelt wird, gibt es noch keinen offiziellen Vorschlag. Die CDU will über den neuen Spitzenposten beim Bundesparteitag Anfang Dezember in Hamburg abstimmen. Merz und Spahn sollen am Samstag beziehungsweise Freitagabend von ihren Kreisverbänden Hochsauerland und Borken offiziell als Kandidaten für den Bundesvorsitz nominiert werden.

Auch interessant: Wahl-Panne schwerwiegender als angenommen - Gravierende Fehler bei Hessenwahl 2018

22.24 Uhr: Nun hat sich Friedrich Merz auch persönlich zu den Steuer-Ermittlungen gegen Blackrock geäußert. Bei dem Vermögensverwalter gab es am Dienstag nach Informationen der „Bild“-Zeitung Durchsuchungen in München. Die Vorwürfe beträfen die Jahre 2007 bis 2011, sagte Merz am Dienstagabend am Rande eines Treffens des Landesvorstands der NRW-CDU. Er sei aber erst 2016 Aufsichtsratsvorsitzender des deutschen Ablegers geworden. „Ich habe den Vorstand angewiesen, mit den Ermittlungsbehörden zusammenzuarbeiten und alles auf den Tisch zu legen“, erklärte Merz.

Bei dem Treffen in Düsseldorf ging es auch um die Nachfolge von Kanzlerin Angela Merkel im Amt der CDU-Vorsitzenden.

Die Grünen forderten unterdessen Aufklärung über die Rolle von Merz. Es stelle sich die Frage, ob Merz sich "für die Aufarbeitung von Cum-Ex-Fällen eingesetzt oder ob man bei Blackrock versucht hat, so durchzukommen, weil man gehofft hat, dass die Staatsanwaltschaft es nicht schafft, die Sachen aufzuarbeiten", sagte der Grünen-Finanzexperte Gerhard Schick dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

17.15 Uhr: Laut einem Bild-Bericht sollen 15 bis 20 Ermittler am Dienstag in München nach Unterlagen zu sogenannten Cum-Ex-Geschäften in den Münchner Büros des weltgrößten Vermögensverwalters Blackrock gesucht haben. Die Geschäfte sollen sich auf die Jahre 2007 bis 2010 beziehen (Update um 15 Uhr).

Ein Sprecher von Friedrich Merz wollte sich am Dienstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP nicht zu den Durchsuchungen bei Blackrock äußern. Er verwies in dem Zusammenhang auf die Äußerungen von Merz zu Cum-Ex-Geschäften in der Süddeutschen Zeitung aus der vergangenen Woche. Der Zeitung sagte Merz, Aktien-Geschäfte wie Cum-Ex dienten letztlich dazu, "die Steuerzahler auszunehmen". Derartige Geschäfte seien "vollkommen unmoralisch", unabhängig von der juristischen Bewertung. "Dieser Meinung war ich schon immer und habe dies auch immer zum Ausdruck gebracht." Friedrich Merz gehört neben Blackrock auch dem Aufsichtsrat der HSBC Bank an, die ebenfalls mit Cum-Ex-Geschäften in Verbindung gebracht wird.

16.02 Uhr: Nach Norbert Blüm (Update vom 5. November, 22.28 Uhr) warnt ein weiterer CDU-Politiker vor einer Wahl von Friedrich Merz. Der Brandenburger CDU-Bundestagsabgeordnete Martin Patzelt nannte Merz gegenüber der Märkischen Allgemeinen einen „sogenannten Konservativen“, der keine Regierungserfahrung habe. Ihn an die Spitze der Partei zu wählen, sei ein Risiko. „Die Wirtschaft brummt in Deutschland auch ohne Intensivbeziehungen zum Großkapital.“

News vom 6. November, 15 Uhr: Diese Meldung könnte Kandidat Friedrich Merz belasten. Ermittler der Kölner Staatsanwaltschaft haben am Dienstagvormittag Räume der Vermögensverwaltung BlackRock in München durchsucht, berichtet die Bild.

Das könnte für Merz heikel werden, denn der 62-Jährige ist seit März 2016 Aufsichtsratschef für den deutschen Ableger von BlackRock. Die Ermittlungen sollen allerdings die Jahre 2007 bis 2010 betreffen, einen Zeitraum bevor Merz in das Unternehmen eintrat. Es soll um „Cum-Ex-Geschäfte“ gehen, also um Steuerdeals, bei denen Wertpapiere hin- und hergeschoben werden, um mit den Bluffs die Finanzämter hinter Licht zu führen.

News vom 6. November, 12.20 Uhr: Nun sind weitere Namen der zwölf Bewerber um den CDU-Vorsitz bekannt, die Tageszeitung Welt machte sie öffentlich. Somit sind nun zehn der zwölf Kandidaten klar. Wir stellen in diesem Artikel die Kandidaten vor, die neben Friedrich Merz, Jens Spahn und Annegret Kramp-Karrenbauer noch antreten werden.

News vom 5. November, 22.28 Uhr: Lange blieb es ruhig um CDU-Urgestein Norbert Blüm. Doch offenbar hat ihn der Machtverlust von Bundeskanzlerin Angela Merkel und der freie Fall „seiner“ CDU jetzt doch schwer beschäftigt. Gegenüber Welt äußert sich der 83-Jährige zu Merkel und der Zukunft der Christdemokraten.

So warnt der ehemalige Bundesminister für Arbeit und........

© Merkur