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Teurer Nachmittag

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12.07.2018

An die 1.200 Lernwillige haben seit ihrer Gründung im Jahr 2009 und ihrer effektiven Eröffnung im Jahr 2011 das Angebot der „Ecole de la deuxième chance“ wahrgenommen. Die Schule richtet sich vor allem an 16 bis 30-Jährige, die die „normale“ Schule ohne Abschluss verlassen haben, und bietet ihnen die Möglichkeit, dies wieder wettzumachen. Individuelle Betreuung wird in diesem Rahmen großgeschrieben.

Gestern nun entschied das Parlament mit 37 Ja-Stimmen bei 23 Enthaltungen (CSV), die Bezeichnung „Ecole de la 2e chance“, kurz E2C, die zu dieser Einrichtung zu passen schien, in das eher banal anmutende „Ecole nationale pour adultes“ umzuändern. Die Schule erfülle mittlerweile, neben ihrem ursprünglichen Angebot, andere Aufgaben im Rahmen des „life long learning“, so die Begründung.

Berichterstatter Lex Delles (DP) erinnerte daran, dass das Gesetz, dem die Schule zugrunde liegt, bereits 2014 angepasst worden war, und die vorliegende Änderung eigentlich nur minimal sei. Die Rolle der Schule sei immer noch eine sehr wichtig. Nicht zufrieden mit der Namensänderung war Françoise Hetto-Gaasch (CSV), denn die neue Bezeichnung trage weder der Zielgruppe - den zum Teil noch minderjährigen Schulabgängern - Rechnung, noch sei ihr klar, wieso die Schule als „national“ bezeichnet werden solle, gäbe es doch noch andere Einrichtungen, die Weiterbildung anböten. „Deen Numm ass net gutt“, so die Abgeordnete, die auf die von ihrer Fraktion vorgeschlagene Bezeichnung „Ecole de l’avenir“ hinwies.

Minister Meisch meinte seinerseits, die Namensänderung sei von den Schulverantwortlichen so gewollt worden. Die Angabe, dass jemand sein Diplom an der „Ecole de la 2e chance“ erworben habe, wirke in einem Lebenslauf eher negativ. „National“ sei die Schule, weil sie staatlich sei im Gegensatz zu den privaten Anbietern von Weiterbildungskursen. Auf Fragen nach einem dringend benötigten........

© Lëtzebuerger Journal