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Quereinstieg in den Klassensaal

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14.06.2018

Mit der gestrigen Verabschiedung der Gesetzesvorlage 7206 wurden in erster Linie drei Änderungen im Bereich der Lehrerausbildung in der Grundschule eingeführt. Zum einen wird das Gesetz Absolventen eines Bachelor-Abschlusses (3-4 Jahre postsekundäre Ausbildung), der im weiten Sinn mit den Zielen der Grundschule vereinbar ist, die Möglichkeit eröffnen, den Lehrerberuf auszuüben. In der Tat können die „Lehrer auf dem zweiten Bildungsweg“ (oder Quereinsteiger) durch den Abschluss einer 216-stündigen Weiterbildung, die sie parallel zu ihrem Arbeitstag absolvieren, die Zulassung zum Lehrerexamen erwerben. Diese Maßnahme ist nicht nur zeitlich auf fünf Jahre begrenzt, sondern auch, was die Zahl der angenommenen Kandidaturen angeht, hängt diese doch davon ab, wie viele Lehrerposten unbesetzt bleiben.

Zum zweiten kommt die „Spillschoulsjoffer“ zurück. Mussten in den letzten Jahren alle Lehreranwärter eine Ausbildung vorweisen, die es ermöglichte, vom Zyklus 1 bis 4 alle Klassen zu unterrichten, so wird jetzt die Unterscheidung zwischen einer Ausbildung im Zyklus 1 (Früherziehung, Kindergarten) und einer Ausbildung für die Zyklen 2 bis 4 (1. bis 6. Schuljahr) durch getrennte Ausbildungswege und Zulassungsexamen („examen concours“) wieder eingeführt. Diese Maßnahme kommt vor allem jenen Studenten zugute, die ihre Ausbildung in Belgien absolvieren, und die bislang ein zusätzliches Ausbildungsjahr in Luxemburg anhängen mussten.

Die dritte Änderung, die in den letzten Jahren für viel Diskussionsstoff........

© Lëtzebuerger Journal