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Ende des Wanderzirkus?

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12.06.2018

Es ist wieder soweit: Straßburg-Woche. Mehr als 700 Europaabgeordnete sind seit Montag mit frischer Wäsche für vier Tage, mit Hunderten Mitarbeitern und tonnenweise Akten zur Plenarsitzung im Elsass. Und pünktlich zum monatlichen Ritual der Parlamentsnomaden ist auch die Debatte zurück: Dieser Aufwand, diese Kosten, diese Umweltlasten - muss das sein? Warum stoppt niemand den Wanderzirkus?

Der österreichische Kanzler Sebastian Kurz fing vorige Woche damit an. Der doppelte Parlamentssitz in Straßburg und Brüssel sei „Unsinn“ in einer Zeit, da Europa sparen müsse, sagte der Konservative. Dann stimmte die deutsche Kanzlerin Angela Merkel mit ein und betonte: „Die Arbeit des Europäischen Parlaments sollte auf einen Standort konzentriert werden.“

Damit rennen sie bei vielen Abgeordneten offene Türen ein. „Den Bürgerinnen und Bürgern in Europa ist nicht vermittelbar, dass das Parlament den Wanderzirkus zwischen Brüssel und Straßburg aufrechterhält“, sagte der sozialdemokratische Fraktionschef Udo Bullmann der Deutschen Presse-Agentur am Montag. „Wir sind auf jeden Fall dafür, das Europaparlament an einem Standort zu konzentrieren.“

Derzeit sind es drei Standorte. Drei Wochen im........

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