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Anhaltendes Problem

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14.06.2018

Die „Mobbing a.s.b.l.“ stellte gestern ihre Zahlen für das Jahr 2017 vor. Dabei zeigt sich einmal mehr: Das Problem des Mobbings am Arbeitsplatz ist auch fünf Jahre nach der letzten Bilanz weiterhin ein Thema. „Das Wichtigste ist, darüber zu sprechen“, meinte „Mobbing a.s.b.l“-Direktorin Monique Breisch. „Leider merken viele Opfer wirklich erst, was mit ihnen passiert, wenn es wirklich wehtut.“

2017 sind so 455 Beratungsfälle zu konstatieren - ein leichter Rückgang zum Vorjahr, wenngleich die Fälle mit nötigen Interventionen gestiegen sind. „Das Mobbing ist noch nicht vorbei im Großherzogtum“, resümiert Greisch. „Was uns Sorgen bereitet sind die Selbstmordgedanken: 57 Menschen gaben dahingegehende Gedanken an, leider gab es auch zehn versuchte Suizide - in diesem Jahr sind es bereits acht… das ist sehr bedenklich“, zeigte sie sich erschüttert.

Am stärksten betroffen seien demnach die Sektoren des Einzelhandels, des Dienstleistungsgewerbes und des Bankenwesens. Auch der öffentliche Dienst sei um mehr als das Doppelte angewachsen - von vier auf zehn Prozent. Meist seien mittlere und kleinere Betriebe betroffen.........

© Lëtzebuerger Journal