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Nach der Wahl – AfD überall?

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14.09.2017

„Deutschland schafft sich ab“ schaffte es 2010 in sämtlich Buchhandlungen und TV-Runden. Das kontrovers diskutierte Machwerk von Thilo Sarrazin gab der bis dahin zersplitterten radikalen Rechten neuen Mut. Es begann der Weg von den Stammtischen, Kommentarspalten und rechtsradikalen Blogs in die organisierte Politik. 2013 formierte sich allmähliche die AfD mit Konrad Adam, Bernd Lucke, Alexander Gauland und weiteren. Befeuert von einer chauvinistischen Hetze gegen „faule Griechen“ und einer Ablehnung der Euro-Politik Merkels, gelang es der jungen Partei schnell, verärgerte Kleinbürger*innen um sich zu scharen. Damals verfehlte sie mit 4,7 Prozent noch knapp den Einzug in den Bundestag.

Aber die zentralen Richtungsentscheidungen, die den weiteren Aufstieg ebnen sollten, standen noch aus. Schnell wurde die Partei zum Sammelbecken von radikalen Rechten. Die islamfeindliche Kleinstpartei „Die Freiheit“ trat fast geschlossen zur AfD über. Bernd Lucke, der die rechtspopulistischen Töne selbst genährt und um Thilo Sarrazin geworben hatte, wurde überrumpelt. Ihm schwebte eigentlich eine rechtskonservative, marktradikale Partei vor. Durch den wachsenden Einfluss offen islamfeindlicher Positionen, sah sich der Lucke-Flügel beim Essener Parteitag im Juli 2015 aus der Partei gedrängt.

Der Weg hin zu einer Partei, die offen gegen Migrant*innen, Muslime*a und Geflüchtete hetzt, war schon in der Geburtsstunde mit dem geistigen Vater Thilo Sarrazin angelegt. Ihre zweite Geburt mit der Konsolidierung der rechtsradikalen Positionen erlebte die AfD durch den Aufstieg von Pegida im Winter 2014/15 sowie durch die Ankunft von Hunderttausenden Geflüchteten im Sommer 2015.

AfD schwimmt im Rechtsruck

Wahrend Pegida........

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