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Hilfe über den Zaun

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12.07.2018

Zu Tausenden stehen sie im Niemandsland und bitten um Hilfe. Verzweifelt und verlassen sind die syrischen Flüchtlinge, die an den Grenzen der Nachbarländer gestrandet sind. Während der Offensive des Präsidenten Bashar al-Assad, die den Rebellen der Free Syrian Army die Provinz von Daraa entreißen sollte, verließen sie ihre Häuser. Sie stehen auch an Israels Grenze.

Die Politik des kleinen Staates ist klar: Das Land nimmt keine syrischen Flüchtlinge auf, leistet jedoch umfassende humanitäre Hilfe an der Grenze. Neben der Belastung durch Tausende von Hilfsbedürftigen vor der Haustür sorgt sich Jerusalem zudem besonders um die Verschiebung der Macht im südlichen Syrien, das an die Golanhöhen auf israelischer Seite angrenzt.

Besonders die Einmischung des Iran durch Waffenlieferungen oder sogar die Stationierung von Truppen soll auf jeden Fall verhindert werden. Gleichzeitig will sich Israel so weit wie möglich aus dem Krieg heraushalten. Das Waffenstillstandsabkommen aus dem Jahr 1974 soll eingehalten werden, aus dem die demilitarisierte Zone hervorgegangen ist, in der sich jetzt viele der Flüchtlinge aufhalten.

probleme Der Leiter der medizinischen Abteilung des Projekts »Guter Nachbar« der israelischen Armee (IDF), Major Sergey Kotikov, ist genau dort – allerdings vor dem Zaun. Er beschreibt die Lage: »Man muss sich vor Augen halten, dass es durch den Bürgerkrieg elf Millionen Flüchtlinge gibt. Wir hatten hier schon vorher viele, die vertrieben waren. Allerdings sind es in den vergangenen Tagen Tausende mehr geworden.

Die Zeltstädte um die Dörfer weiten sich immer mehr aus. Einige kommen mit Karren, auf denen sie ihre Habseligkeiten transportieren, andere führen Tiere mit. Doch die........

© Juedische Allgemeine