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14.06.2018

Tausende Münchner haben am vergangenen Freitag ein starkes Zeichen der Solidarität mit der jüdischen Gemeinschaft und gegen Antisemitismus gesetzt. Sie waren einem Aufruf von Oberbürgermeister Dieter Reiter gefolgt, dem sich ein breites Bündnis politischer, kirchlicher und ziviler Institutionen, Vereine und Organisationen angeschlossen hatte.

Ort und Zeitpunkt der Kundgebung hatten mehr als nur symbolischen Charakter. Am Jakobsplatz im Herzen der Stadt befindet sich seit gut einem Jahrzehnt das Zentrum jüdischen Lebens. Die Hauptsynagoge Ohel Jakob und das Gemeindezentrum der IKG München und Oberbayern sind die sichtbaren Zeichen jüdischer Präsenz.

Hitler Im Herzen der Stadt, nicht weit vom Jakobsplatz entfernt, befand sich in der Herzog-Max-Straße früher die Alte Hauptsynagoge. Auf persönlichen Befehl Hitlers hin wurde sie dem Erdboden gleichgemacht, schon Monate vor der Pogromnacht. Am Tag nach der Solidaritäts-Kundgebung, dem 9. Juni, jährte sich der Beginn des Abrisses zum 80. Mal.

Antisemitismus, eine Triebfeder der Nazi-Ideologie, ist auch acht Jahrzehnte später ein gesellschaftliches Problem mit zunehmender........

© Juedische Allgemeine