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Kunst zwischen den Meeren

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12.07.2018

Das Relief in einer Halle des ehemaligen Eisenhüttenwerks Carlshütte wirkt durch die Beleuchtung wie ein Scherenschnitt und taucht die Hamburger Hafensilhouette in ein warmes Licht. Fast könnten die Laute des Hafens zu hören sein, Schiffssirenen und Nebelhörner, das Hämmern, Rammen und Rasseln.

Das Gemälde vom Hamburger Hafen »Terminal« mit Riesenrad und Dom, den pittoresken Stahlkonstruktionen der alten Elbbrücken, den Landungsbrücken, Förderanlagen, Kampnagel-Kränen, dem spröden Charme abgewrackter Industriehallen stammt von dem israelischen Künstler Nir Adoni. Er schuf es im vorigen Jahr bei einem Symposium der NordArt in Rendsburg-Büdelsdorf. Dorthin hat es den Israeli gezogen, und dort, in dem Land zwischen den Meeren, lässt sich der Künstler aus Tel Aviv zu seinen Arbeiten inspirieren.

Industriearchitektur Nir Adoni ist überzeugt, dass die Architektur, in der wir leben, uns in unserem Handeln und Verständnis für das Leben und die Welt stark beeinflusst. Für ihn ist die Industriearchitektur gleichbedeutend mit vermeintlichen oder tatsächlichen Heiligtümern, denen er in Israel zudem auf jedem Schritt begegnet.........

© Juedische Allgemeine