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Das Dach ist dicht

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14.06.2018

Die Lübecker Gemeindemitglieder müssen nicht mehr zum Beten in den Keller hinabsteigen, sondern zwei Etagen hinauf. Die Jüdische Einheitsgemeinde Lübeck konnte sich im ersten Stock ihres Bürodomizils neben der historischen und immer noch nicht abschließend restaurierten Carlebach-Synagoge einen hellen Betraum einrichten – mit Toraschrein und Bima, mit Bereichen für Frauen und Männer.

»Hier fühlen wir uns wohl«, sagt Mark Inger, Büroleiter der Gemeinde. Nicht so wohl fühlt sich der gebürtige Ukrainer, der in Hamburg wohnt, wenn er an den Fortgang der Restaurierung der Carlebach-Synagoge denkt. Zwar hatte die Gemeinde zur Schawuotfeier eingeladen, zu der auch Schleswig-Holsteins Kultur- und Bildungsministerin Karin Prien kam, doch konnte Alexander Olschanski, Vorstandsvorsitzen­der der Gemeinde, nur zeigen, dass die Synagoge jetzt ein funktio­nierendes wasserdichtes Dach, eine Heizung und einige Stützpfeiler mehr hat.

Restaurierungskosten Die 4,7 Millionen Euro für die weitere Restaurierung stehen zur Verfügung. 2,5 Millionen Euro davon kommen vom Bund, 1,2 Millionen Euro zahlt das Land Schleswig-Holstein, eine Million Euro steuert die Lübecker Possehl-Stiftung bei, um den vierten und letzten Bauabschnitt der 1878 im maurisch-byzantinischen Stil vom Lübecker Architekten Ferdinand Münzenberger errichteten und einzigen noch erhaltenen historischen Synagoge in Schleswig-Holstein fertigzustellen.

Das Geld für diesen vierten Bauabschnitt stellten Bund, Land und Stiftung bereits im........

© Juedische Allgemeine