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Das Recht selbst in die Hand genommen

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14.06.2018

Nach 23 Jahren Kampf für ihre Scheidung hat die Israelin Tzviya Gorodetsky ein privates Rabbinatsgericht (Beit Din) in Israel angerufen, das der Jüdin aus der Ukraine Anfang Juni das Recht auf einen Scheidebrief (Get) zugebilligt hat. Das ultraorthodox dominierte israelische Oberrabbinat erkennt die Entscheidung des Privatgerichts nicht an – dennoch könnte Gorodetsky (54) erneut nach orthodoxem Ritus heiraten.

Allerdings sind auch orthodoxe Rabbiner im Ausland nicht verpflichtet, den Richterspruch des privaten Beit Din anzuerkennen – was bedeutet, dass nicht jeder Rabbiner eine erneute Eheschließung als halachisch gültig akzeptieren muss. Im Fall von Gorodetsky ist das weniger problematisch als in Fällen jüngerer »Agunot«, die sich trotz verweigertem Get neu binden möchten, deren Kinder aber als »Mamserim« (unehelich Geborene) gelten, wenn die Ehe der Mutter nicht als gültig anerkannt wird.

Aguna Die Geschichte von Tzviya Gorodetsky gilt als........

© Juedische Allgemeine