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Ich lebe auf 7 qm – wenn euch das aufregt, zeigt das, wie verwöhnt ihr seid

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11.02.2019

Ein 1,40 Meter breites Bett. Daneben eine Garderobenstange mit bunten und teils glitzernden Kleidern. Ein schmales Regal. Eine alte Kommode, vom Sperrmüll gerettet – darauf kreuz und quer Bücher gestapelt. An den Wänden ein paar alte Fotos aus dem Second-Hand-Shop. Die Glühbirne baumelt nackt von der Decke.

Eigentlich ein ganz normales Zimmer.

Bis auf die Kacheln an den Wänden.

Und die Waschmaschine vor dem Bett.

Und es ist sehr, sehr klein – sieben Quadratmeter, um genau zu sein.

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Und ja, tatsächlich wohne und schlafe ich in diesem Zimmer. Wer das erfährt, drückt mir gerne mal einen blöden Spruch – von wegen, wie ich denn so beengt leben könne. Dann auch noch mit einer Waschmaschine im Zimmer, furchtbar. Ob ich denn wenigstens ein Fenster hätte? (Ja, klar).

Allen Menschen, die hoffnungslos durch ihre riesigen Wohnungen irren, regelmäßig auf den kilometerlangen Distanzen zwischen Küche und Bad verloren gehen, sinnlosen Platz mit hässlichen Malms, Ivars und anderen Kreaturen aus der Ikea-Welt vollstellen, nicht nur, um die Leere des Wohnzimmers, sondern auch die der eigenen Seele zu füllen, möchte ich sagen: Ihr seid einfach nur verwöhnt und wisst euren Lebensstandard gar nicht mehr zu schätzen.

Ich bin in meinem Leben schon häufig umgezogen und habe in allen möglichen Konstellationen und Wohnungen gelebt: ob allein, mit Fremden, Kumpels oder dem Freund zusammen; ich hatte riesige, moderne Zimmer und kleine Kammern, mit und ohne Heizung, mit und ohne Tür – da war alles Erdenkliche schon dabei. Wohnraum in München, wo ich lebe, ist eben teuer und begehrt, da ist manchmal etwas Kreativität gefragt.

Nachdem........

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